Rache der Schatten (Durin/Phylax)
Aus D-WARS.COM - Wiki
Teil 1 - Durin
Der Wald war ruhig. Es wehte ein leichter wind über den Pfad der hindurch führte. Bis auf den Pfad schien der Wald unberührt. Doch pflötzlich flammte ein Licht hinter einem Baum am Waltrand auf. Kurz wurde der Blick auf einen pechschwarzen Dragoon sichtbar. Nun war nur noch das glühen einer Zigarrette zu erkennen. In der Dunkelheit stand eine Gruppe von Männern in schwarzen Mänteln, sie warteten.
Der Befehlshaber stand still hinter einem Baum und beobachtete den Pfad unter ihm. Er verbot seinen Soldaten ein Feuer zu machen, selbst sich selbst versagte er diese Annähmlichkeit. Er sah sich um, erblickte die Zigarretten seiner Soldaten, ein Blick von ihm genügte und sie machten ihre einzige Wärmequelle sofort aus.
Er wartete schon zu lange. Langsam sollte dieser Imperiale doch kommen. Die Schatten würden sich heute rächen. Die Thorheit dieses Mannes ein Ende setzen. Niemand greift ungestraft eine Sprungbasis an.
Plötzlich ein Licht weiter unten. Er kam. Sofort schlichen die Soldaten zu ihren Dragoons und machten ihre Droiden kampfbereit. Kein Licht drang aus ihnen. Erst die Waffen der Droiden würden dem Opfer verraten, dass sie hier wären und er kurz darauf schon tod.
Auch der Schatten machte sich bereit, er stieg in seinen Droiden, aktivierte die Waffensysteme und wartete.
Ein einsamer Droide mit Gladius-Banner am Rumpf stampfte den steilen Pfad herauf. Es sind als wär es selbstverständlich, dass er hier sein durfte:" Reine Arroganz!", pflüsterte der Schatten.
Der Solaron stapfte an den ersten Droiden des Hinterhalts vorbei Mittendrin aktivierte der Schatten den Funk und gab den Befehl:"Vernichtet den Droiden, aber lasst den Piloten leben, er soll leiden!"
Die Waffensysteme der Dragoon aktivierten sich gleichzeitig und die Nacht war plötzlich Taghell...
Teil 2 - Phylax
Die Waffensysteme der Dragoon aktivierten sich gleichzeitig und die Nacht war plötzlich Taghell...
Der mächtige Solaron, umzingelt von mehreren Dragoon hatte keine Chance. Er kämpfte vorbildlich und riss auch mehrere der Angreifer in den Tod. Sein Gaussgeschütz glühte und seine schweren Lasen hinterließen tiefe Löcher in den Panzerungen der angreifenden Dragoon, doch diese waren zu zahlreich.
Dann, ein direkter Treffer auf den Reaktor des Solaron und seine Stromversorgung war abgestellt. Ein kurzes Zucken durchfuhr den Solaron noch bevor er in sich zusammensackte. Reglos lag er zwischen den Bäumen, umrundet von schwarzen Dragoon, die sich langsam auf den Droiden zubewegten.
Einer der Droiden lud seinen Disruptor, doch Durin gebot ihm Einhalt: "Wir brauchen ihn lebend."
Die Männer, die sich der Schattenhand verschrieben hatten, stiegen langsam aus ihren Droiden.
"Seid Wachsam, Männer. Vielleicht ist er noch bewaffnet.", warnte Durin seine Gefolgsleute, doch diese Warnung kam für die drei dem Droiden am nähesten stehenden Männer zu spät.
Wie ein Schatten huschte der Commander, der in dem Solaronwrack gekauert hatte, aus dem zerstörten Droiden und verschwand im Wald. Die 3 Soldaten blieben regunglos stehen, bevor ihnen, einem nach dem anderen, in fast gemächlichem Tempo der Kopf vom Rumpf rutschte. Der Hals war sauber mit einem Schwert durchtrennt worden.
"IHM NACH!", brüllte Durin.
Die Männer bestiegen die schwarzen Dragoon wieder, dennoch liefen sie nicht sofort los.
"Was zum...?"
"Imperiale Droiden, Sir. Eine riesige Streitmacht. Ich kann Droiden verschiedensten Typs ausmachen, darunter auch Solaron, Xenox und sogar Sordron ausmachen. Sie sind uns zahlenmäßig weit überlegen. Und ich habe den flüchtigen Imperialisten auf dem Schirm. Er ist unglaublich schnell. Ich wusste nicht, dass sich ein Mensch so schnell bewegen kann!"
"Das sind Endorphine. Der Mann ist gerissen."
Ein paar hundert Meter weiter unten, gelangte Phylax zu dem Trupp, der sich durch dieses unwirtliche Gelände schlängelte. Die Imperialen Droiden hielten. Aus einem der Sordron stieg ein großer, schlanker Pilot, an dessen Uniform alle möglichen Abzeichen hingen, aus.
"Sei gegrüßt, Phylax, Herrscher Vespasians. Sagt mir...was macht ihr zu dieser Stunde in einer so unwirklichen Gegend?"
Phylax erzählte ihm, was passiert war.
"Diese Brut wird sicher schon über alle Berge sein. Aber fürchtet sie nicht weiter. Wir werden euch mitnehmen. Abgesehen davon waren wir sowieso auf dem Weg zu euch. Wir wurden gesandt, um euch den Dank des Imperiums zu überbingen. Hier eine Auflistung."
Damit hielt er ihm einen Zettel hin, auf welchem Droiden der verschiedensten Typen standen.
"Habt Dank, Großmütige.", sagt Phylax und verbeugte sich.
Dann bestieg er gemeinsam mit dem Commandanten dieser Flotte den Sordron, welcher als Schutz der Geschenke gedacht war, und sie reisten ohne weitere Zwischenfälle nach Vespasian, wo seine Ankunft schon sehnlichst erwartet wurde...
Teil 3 - Durin
Die Rückkehr der SchaTTenhanD und das Aufkommen der ersten Kämpfe waren für Durin zwar endlich gekommen. Doch Phylax, der Obersenator von Gladius hatte ihn überlistet und das mochte er überhaupt nicht. Er war es nicht mehr gewohnt zu verlieren. Zu lange schon dauerte jetzt seine Siegesserie. Im Inneren brodelte der Zorn, aber auch die Freunde, endlich einen würdigen Gegner gefunden zu haben. Aber wie? Wie sollte er den Kampf fortsetzen? Wie sollte das Spiel weitergehen?
Es kam ihn eine Idee. Sofort machte er sich auf den Weg.
Sonntag
18. März
23:48
Halle des Wissens
Es war lange her.
Er ging auf die schweren Eisentore zu. Zu beiden Seiten waren riesige Statuen als stille Wächter postiert. Sie zeigten riesige Engel, mit weißen und schwarzen Flügeln. Als der Schatten näher kam, begannen die Augen der Engel rot zu leuchten. Durin kniete nieder und sprach: “Herr des Wissens, im Namen von Sundukar gewähre mir wie in alten Zeiten Zugang zu deinen Hallen. Es gibt viel zu besprechen. Viele Fragen die nach einer Antwort hungern.“
Die Augen der Engel begannen blau zu leuchten und die riesigen Tore öffneten sich von selbst.
Er ging hinein. Drehte sich nicht um, aber das Geräusch der zufallenden Tore machte ihn bewusst, dass er hier ein Gast war und beobachtet wurde.
Hinter den Tore führte ein langer, mit denselben Engeln an beiden Seiten wie die am Eingang, nur kleiner. Am Ende des Ganges ein weiteres reich verziertes Tor. Als der Schatten es berühren wollte, öffnete es sich von allein.
Plötzlich fand er sich in einer großen Halle wieder. Der Raum schien nur aus einem riesigen Schachbrett zu bestehen. Durin trat in die Mitte des Raumes und plötzlich begann eine Stimme:“ Es ist lange her, Grey Fox.“
„Das ist wahr“, erwiderte Durin, er war es nicht mehr gewohnt mit seinen alten Namen angesprochen zu werden. Die Stimme aber sprach weiter: “Wieder führt dich der selbe Kampf, der selbe Krieg hier her, nur dein Platz ist ein andere, dass letzte mal schworest du noch auf den Imperator…“
„Ich…“, bevor Durin weiter sprechen konnte wurde er schon unterbrochen:“ Deine Gründe weshalb du dies oder jenes machst sind mir bekannt, aber nun stell deine Fragen.“
Es dauerte eine halbe Ewigkeit bis er seine Stimme wieder gefunden hatte: “Ich…was soll ich machen? Ich habe endlich einen würdigen Gegner gefunden, weiß aber nicht wie ich ihn herausfordern soll. Wie kann ich ihn dort wo er ist erreichen um ihn und nicht das Imperium herauszufordern?“
„Das Spiel, es dreht sich wieder um den alten Konflikt…“, Durin drehte sich auf das Schachbrett zu, die Partie schien eben erst begonnen zu haben, fast alle Figuren waren noch an ihren Ausgangspositionen, „doch für deine Frage, für dich sind nur die Türme wichtig, halte dich an die Türme…“
Durin verstand nicht, die Stimme aber wiederholte nur: „Halte dich an die Türme, an die Türme und nun geh!“
Durin drehte sich um und verlies die Halle wie in Trance. „Die Türme…?“ murmelte er. Er versuchte etwas damit anzufangen wusste aber nichts. Als er durch die Tore ging bekam er plötzlich einen Geistesblitz.
Auf den Weg zur Basis entwickelte er einen Plan, wie er Phylax herausfordern konnte er würde ihn sein Spiel spielen lassen.
„Morgen noch wird er eine Nachricht in seiner Kommandozentrale haben, an der er sich die Zähne ausbeißen wird!“, für Durin zählte jetzt nur noch Phylax, es war für ihn nur noch ein Spiel und er hatte endlich jemanden gefunden, der mit ihm spielen konnte.
Montag
19. März
0:32
Höllentempel
Er setzte in aller ruhe seine Idee um. Vergass aber nicht, dass es eigendlich nicht seine idee war.
In aller ruhe lies er nach einem Boten rufen:"Bring dies zu Phylax, dem Obersenator von Gladius, dies soll dein letzter Auftrag sein, Geh."
Montag
19.März
8:30
Vespasian
Schön und stark sah sie aus. Die Basis von Phylax, der Bote eilte mit schnellen schritt voran, als er bereits aus großer Entfernung angerufen wurde: "Wer seid ihr?"
Der Bote erwiderte nur: "Ein Bote der Schatten, Durin Herr von Shadow Moses will, dass das hier euren Herren erreicht!" ER hielt den Brief in die Höhe und schon wurde sein Kopf von einer Kugel in Tausend Teile zerlegt.
Wenig später lag der Brief auf Phylax`s Schreibtisch. Er öffnette ihn und plötzlich hatte er einen Schachspringer vor sich.
Er verstand nicht aber noch hatte er die Nachricht nicht gelesen...
Teil 4 - Phylax
Phylax saß an seinem Schreibtisch. In seinen Händen hielt er einen Brief, welcher mit dem Siegel der Schattenhand gestempelt wurde. Der Bote hatte also doch nicht gelogen. Einerlei.
Die Nachricht gab ihm doch zu denken.
"Eine Dame, für dich weniger.
Zwei Springer, für mich weniger.
Mein nächster Zug:
Bauer auf e4."
Sehr komisch...was könnte Durin damit meinen? War es irgendein versteckter Hinweis? Oder wollte Durin ihn nur vom wesentlichen ablenken?
"Bauer auf e4..."
murmelte Phylax. Das war ein Eröffnungszug. An und für sich, es die schnellste Möglichkeit, beim Spiel der Könige und Gelehrten in die Offensive zu gehen.
"Eine Dame...zwei Springer..."
Irgendetwas in Phylax warnte ihn vor einer drohenden Gefahr. Vor einer vielleicht schon gegenwärtigen Gefahr.
Er drückte einige Knöpfe an seiner Commando-Konsole, worauf seine Sekretärin und auch kurz darauf sein ältester Freund und Kamerad - Xell - herreinkamen.
"Es gibt etwas für dich zu tun, mein Freund."
"Was kann ich für dich tun?"
"Ich will alle Informationen, die sich über diesen Durin herrausfinden lassen. Und versetz alle in Alarmbereitschaft. Ich will nicht, dass wir in den kommenden Tagen irgendeine böse Überraschung erleben. Jeder soll die Augen offen halten. Verdopple die Wachen vor der Basis...und verdreifache sie in der Basis."
"JA, SIR!"
Xell salutierte, machte eine saubere Kehrwendung samt Apellschritt und ging. Er hatte viel aufgetragen bekommen.
"Meister...was kann ich tun?"
fragte die Schönheit, die etwas verloren in dem großen Raum wirkte.
"Du bleibst vorläufig bei mir."
antwortete Phylax, bevor er sie entkleidete und sie in den Schlafraum trug...
Teil 5 - Durin
Phylax schlief. Die Frau die die Nacht mit ihm verbrachte allerdings nicht. Sie war rastlos. Konnte nicht schlafen. Sie beschloss einen Sparziergang zu machen.
Eine schwarze Gestalt huschte von einem Schatten zum anderen. Drang immer weiter in Vespasian ein. Er erblickte sein ziel. Die Frau trat auf einen Balkon und blickte in den Sternenhimmel, plötzlich ein Schmerz in der Bauchgegend, eine Hand an der Kehle und ein gespenstisches Flüstern:"Dich hab ich gesucht meine Kleine. Hilf mir mit Phylax zu spielen!" Während er das sprach war sie bereits tod. Ein Messer in der Lunge und eine zerdrückte Kehle.
Eine Wache patrolierte an der Brustwehr von Vespasian, als sie plötzlich das mächtige Feuer entdeckte. Phylax wurde geweckt. Als er selbst mit einer Wache sich dem Feuer näherte war es bereits wieder erloschen. Das Bild aber sollte Phylax nie vergessen:
Er ging näher. Es war die Frau, die er erst wenig später berührt hatte. Er ging noch näher. In ihre Oberkörper waren deutlich die Worte:"Deine Dame, ich erwarte deinen Zug!"
Phylax konnte seinen Augen nicht trauen, der Anblick war zu grausam.
"Wir ist jemand zu so etwas fähig?", er war sprachlos.
Er ging zurück zu seiner Kommandozentrale und überlegte was er jetzt tun sollte...
Teil 6 - Phylax
Langsam und vorsichtig öffnete Xell die Tür zu Phylax' Gemächern. Der Vorraum, wo der große Schreibtisch, die Leinwand mit der Verbindung zur Kommunikations-Zentrale und die Nische mit dem Kamin und den Ledersesseln war, war verlassen. Xell schloss die Tür wieder. Er schritt behutsam weiter und spähte in die Bibliothek. Die sorgfältig ausgelegten Teppiche dämpften seinen Schritt.
"Phyl?"
Nichts. Kein Laut, keine Bewegung. Als ob er nicht hier wäre. Doch die Komm-Peilung hatte ihm etwas anderes gesagt. Und er war hier, dass spürte Xell so wie die Kälte, die Vespasian während der vergangenen Stunden heimgesucht hatte. Phylax' Geliebte war tot.
Hinterrücks ermordet von der Schattenhand. Sie hatten eine wehrlose Frau feige abgeschlachtet.
Xell war Elitesoldat Vespasians, doch er war auch Phylax' engster und ältester Freund. Nur deshalb lies er solche Gedanken zu.
"Phyl, jetzt komm schon. Wo steckst du?"
Wieder nichts. Xell zuckte mit den Schultern, schlug den Weg in Richtung Schlafzimmer ein und streckte bereits die Hände nach der Tür aus, als plötzlich neben ihm ein Schatten Gestalt annahm. Phylax.
"Ist alles fertig, mein Freund?"
"Ja, Phyl. Er hat viel brauchbares Gewebe hinterlassen. In ein bis zwei Stunden ist er fertig. Er wurde so eingestellt, dass ihn ausschließlich du befehligen kannst. Sollte ein anderer in einer Gehirnwäsche unterziehen wollen, wir ein Mechanismus ausgelöst, welcher ihn hochgehen lässt."
"Ausgezeichnet."
"Kann ich sonst noch etwas für dich tun, Phyl?"
"Nein. Aber bereite dich für eine Messe heute Abend vor."
"Jawohl."
Dann verlies Xell den Raum und eilte in Richtung der Klonlabore...
Teil 7 - Durin
Phylax wollte offenbar nicht mitspielen. Durin wurde langsam wütend.
Oder verstand er vielleicht nicht was Durin meinte?
Er sann auf Kampf. Er wollte Phylax brechen. Ihn dazu bringen sein Spiel zu spielen. "hm....vielleicht sollte ich ihn etwas helfen...", brach Durin zu sich selbst und schickte den nächsten Boten zu Phylax. Vielleicht verstand dieser diesmal. Diesemal aber sollte Phylax einen Lebenslauf von Durin erhalten.
Durin lehnte sich zurück. Wollte warten. Mehr konnte er nun nicht tun. Er wollte ein Spiel spielen. Sein Spiel. Aber nun war Phylax an der Reihe...
Teil 8 - Phylax
Es wurde Abend. Die Sonne, welche sich hinter den undurchdringlichen schäbigen Wolken dieses verschmutzten und von Kriegen gebeutelten Planeten versteckte, würde einen tiefen dunkelroten Schein auf die Hügel und Täler rund um die Basis Vespasian werfen. Die letzten Schatten dieses Tages verschmolzen langsam mit ihrer Umgebung und hüllten die Landschaft in ein stilles und starr daliegendes Schwarz. Nur ein paar weiße knochige Bäume ragten wie die dünnen Finger eines vergrabenen Riesen gen Himmel.
Die Ebene rund um Vespasian schien ruhig und verlassen. Die sanft ansteigenden Hügel hinter der Basis und die anschließenden Berge lagen ruhig und unscheinbar im tristen Schwarz der Nacht. Kein Lüftchen regte sich, keine Grille zirpte ihr einsames Lied. Nur Stille und Schwärze regierte die Nacht.
Innerhalb der Basis herrschte jedoch hektisches Treiben. Berichte wurden erstellt, Wachposten gewechselt und Befehle erteilt.
Die Wachposten am nördlichen inneren Hangartor waren soeben ausgewechselt worden, als sich hinter ihnen etwas tat. Der Turbolift kam mit einem angenehmen Summen herauf in den Hangar geschossen. Die Tür hinter den Wachen öffnete sich.
"Wer zum...", entfuhr es einem der vier Soldaten, der aber sofort den Mund hielt und Haltung annahm.
Phylax, Oberbefehlshaber der Streitkräfte und Wächter Vespasians sowie Obersenator der #GLadius trat aus dem Lift. Seine silberbeschlagenen Stiefel glänzten im elektrischen Licht der Basis und hallten durch den gerade leeren Hangar. Er war in einen weiten schwarzen Umhang gehüllt, der durch den Luftzug seiner majestätischen Bewegungen nach hinten wehte. Er hatte eine schwarze Uniform an, die jedoch mehr an eine Rüstung denn an eine Soldatenkleidung erinnerte...und zwischen seinen Schulterblättern, durch den Mantel verdeckt hing ein riesiger Bihänder in einer Lederscheide. So mancher würde glauben, dass in Zeiten von Laserpistolen, riesigen Kampfdroiden und unterirdischen Superbasen ein Soldat mit einem Gewehr besser ausgestattet wäre. Jedoch hat dieser Irrglaube schon so manchem Rekrut das Leben gekostet, sei es bei der Infiltration einer Basis oder auf dem Schlachtfeld, wo die manövrierunfähigen Droiden einen Kampf Mann gegen Mann unvermeidbar machten.
Hinter Phylax trabten noch 4 weitere, in Kutten gehüllte Gestalten aus dem Lift. Einen von ihnen - besonders groß und muskulös gebaut - erkannten die Wachen sofort wieder. Es war ihr Ausbildner und die rechte Hand von Phylax, Lieutnant Xell. Er trug, gemeinsam mit einem der anderen Kuttenträger, eine Bahre, auf welcher, nur durch ein dünnes Tuch verhüllt, eine wunderschöne Frau lag. Ihr Gesicht war ohne Makel und war eine bezaubernde Schönheit gewesen. Man würde kaum erkennen, dass sie tot war, so perfekt war die Arbeit von Phylax' Wissenschaftlern. Sie hatten ihren Körper von dem Frevel und der Schande befreit. Nichts erinnerte mehr an die tiefen Schnitte auf ihrem Brustkorb, nichts an das lodernde Feuer, in dem sie verbrannte.
Die Männer hielten auf die Tore des Hangars zu, welche sich einen Spaltbreit öffneten - für Menschen war nicht mehr nötig. Licht fiel daraus hindurch in die pechschwarze Nacht und zerschnitt die Dunkelheit wie ein Laser.
Als das Tor sich wieder schloss, umhüllte sie Schwärze. Für die fünf Männer war das jedoch kein Problem, sie fanden sich auch so spielend in der Umgebung der Basis zurecht. Trotz der vielen Fallen und Hindernisse, die für spionierende Klone installiert wurden, kamen sie zügig voran und erreichten bald ihr Ziel: eine mit freiem Auge fast unmöglich zu erkennende Höhle. Obwohl...es war mehr eine Nische, durch welche sich die 5 hochgewachsenen Männer in ihren schwarzen Mänteln und Kutten zwängten.
Im Inneren betraten sie einen etwas größeren Raum, von welchem Treppen hinab in die Tiefe führten. Die Wände waren nackt und aus dem blanken Fels gehauen. Nichts rührte sich hier.
Als sie am unteren Ende der Treppe angelangt waren, ging Phylax auf die ihm gegenüber liegende Wand zu und legte seine Hände darauf. Ein lautes Geräusch ertönte, als ob sie sich unter den Humanoid-Beinen eines Solaron befinden würden. Dann teilte sich die Wand einfach in der Mitte wie ein Tor und gab den Weg in eine riesige Halle frei.
Die Männer trugen die Tote durch die Halle und bahrten sie auf einer Erhöhung, welche mit Kerzen und einem kleinen Altar geziert war, auf. Sie knieten kurz nieder und beteten. Dann verließen sie die Halle.
Phylax stand vor ihr. Er sah winzig aus; die Halle war etwa so lang wie ein Fußballfeld früher - bevor der Krieg kam - war, und in etwa halb so breit. Schlicht, schmucklos. Nur die Kerzen, die neben der Toten wachten und der Altar waren Zeugen von dem, was folgte.
"Ich habe versagt, meine Liebe. Ich habe versagt."
Eine Träne lief seine Wange hinab. Trauer und Resignation machten sich in ihm breit.
"Ich habe geschworen, dass ich dich auf ewig beschütze und ich habe versagt."
Er kniete vor ihr nieder, streichelte ihr vorsichtig durch ihr Haar und küsste ihre Stirn.
"Sei gewiss, dass ich dich rächen werde. Dies sei mein Schwur."
Er stand auf und ging langsam zur Tür. Er öffnete sie und verschloss sie von außen wieder. Niemand würde hier rein kommen und ihr Andenken entweihen. Die Passphrasen zu komplex, der Sicherheitsmechanismus zu ausgeklügelt.
"Xell, lasst meine Klone aufmarschieren. Und beginnt mit der Aktivierung meiner persönlichen Kopie dieses Bastards. In ein paar Stunden beginnt es."
Teil 9 - Phylax
"Sir, die Klone sind bereit."
"Ist er auch da?"
"Ja, Sir."
Unglaublich, was die moderne Klonforschung alles zu Wege brachte. Nicht nur, dass sie menschliches Gewebe klonen konnte und eine Allzweckwaffe gegen Droiden im Hangar und Außenterrain feindlicher Basen entwickelte, nein, sie brachte es auch zu Stande die Klone in Lastwägen zu setzen um damit Ressourcen zu klauen - oder sich erforderlichen Falls mit eben diesen Ressourcen in die Luft zu jagen. Doch es gab noch etwas, was die moderne Klonforschung schaffte. Durch das Gewebe, welches der Assassine, der Phylax' Geliebte getötet hatte, hinterlassen hat, konnte sich genau der selbe Assassine reproduzieren lassen - mit einem Großteil seiner Erinnerungen. Freilich war es unmöglich, so an die Informationen über feindliche Basen zu kommen...doch konnten sich diese Klone genau an ihren ehemaligen Abstammungsort erinnern...und fanden sich dort auch perfekt zurecht.
Phylax lies den Assassinen reproduzieren, jedoch nur einmal. Er wollte so viel Informationen wie möglich in einem Agenten vereinen, der so seine restliche Klonarmee anführen würde.
"Du kennst deinen Auftrag?"
fragte Phylax den Klon.
"Ja, Meifter. Ich dringe in die Bafif ein, töte die Wachen, befreie die Gefangenen und tfeige den anderen den Weg zu den Hangarf und den anderen Inftallationen."
"Sehr gut."
Die Mission begann und die Klone machten sich auf den Weg. Durins Wachen zu töten war eines, aber seine Gefangenen zu entführen war etwas gewichtiges. Wen sollte er dann quälen? Natürlich war das nur der Anfang, aber Phylax würde seine Angriffe nur noch steigern und verschlimmern.
Er drehte sich am Stand um und verlies das Geheimdienstzentrum, von welchem sich gerade über 100 Level 5 Klone voll mit Drogen und Sprengstoff auf den Weg zu ihrem Bestimmungsort machten...
Teil 10 - Phylax
Vespasian
"Sir, er ist wieder da."
"Fein. Gibts auch schon einen Statusbericht, darauf wart ich schon seit einer halben Stunde..."
"Natürlich, Sir, verzeiht."
Sein Untergebener huschte aus der Kommandozentrale und war nach sehr kurzer Zeit wieder zurück. Keuchend übergab er den Bericht an Phylax.
Datum: 20-03-2007 20:23
Betreff: Klonmission auf HöllenTempel.
Nachricht:
Deine Agenten starben während des Einsatzes.
Deine Klone konnten erfolgreich in den Hangar der Basis bei HöllenTempel eindringen und sabotierten folgende Droiden:
58 Solaron
12 Aspor
10 Sprul
Ihre Aktivitäten blieben unbemerkt.
"Naja...nicht lange, würde ich mal meinen."
"Sir, er ist hier."
Der reproduzierte Assassine betrat die Kommandozentrale. Seine Augen waren nur auf den Commander gerichtet.
"Was hast du gefunden?"
"Einigef, Meifter. Ich habe zuerft die Wachen wie befohlen aufgefaltet, dann die anderen Klone in den Hangar geführt und tfum Fluff, habe ich die Gefangenen befreit und auf die Laftwägen gebracht."
"Sehr gut. Hast du sie alle eliminiert?"
"Ja, Meifter."
Phylax Blick hellte ein wenig auf. Auch wenn es ihm missfiel, Unschuldige zu töten, die Schattenhand musste sich nun neue Opfer suchen, an deren Schmerz sie sich laben konnte. Dies würde Phylax ein wenig Zeit geben. Gerade, als er sich zu seinem Untergebenen wenden wollte, unterbrach der Klon jedoch die Stille.
"Meifter, ich habe hier noch etwaf gefunden."
Mit diesen Worten überreichte der reproduzierte Assassine einen Bericht. Phylax blätterte ihn durch und schlug die Augen weit auf. Er enthielt detailierte Informationen über Durin, seine Herkunft, die seiner Eltern, seine Laufbahn, die in der Imperialen Akademie begonnen hatte und als Herr über Schadow Moses in einer kolossalen Schlacht geendet hatte. Es war weiters ein detaillierter Plan, wo sich die Basis befand, sowie eine kleine Notiz, die Phylax zwar nicht genau entziffern, jedoch richtig deuten konnte. Zum Ruhm für Shadow Moses.
Phylax lächelte. Sein neues Ziel stand fest.
"Sehr gut, Klonchen. Nun empfange deine Belohnung. Knie nieder."
Der Klon tat wie befohlen. Er kniete vor Phylax, den Kopf ein wenig gesenkt, die Arme am Boden.
Phylax hob seinerseits die Arme und zog seinen gewaltigen Bi-Händer aus dem Halfter zwischen den Schultern. Das Schwert klirrte nicht, als es aus der Scheide gezogen wurde, es reflektierte nur ein paar der Neon-Röhren, welche in der Kommandozentrale hingen und warf dadurch muntere Lichtspiele an die Wand.
"Ich danke dir für deinen Einsatz. Ich brauche dich nun nicht mehr."
sagte Phylax kalt. Dann vollführte er einen sauberen Schlag gegen den Hals des Klons. Blut spritzte und sein Kopf rollte mehrere Meter, bis er von einem Aktenschrank gestoppt wurde.
Er sah seinen Untergebenen an, der mit offenem Mund neben ihm stand.
"Ich konnte das Gesicht von jenem, der SIE getötet hat, nicht länger ertragen. Mach hier sauber. Und danach ruf die Dragoon zurück. Ich habe einen Auftrag. Melde dich, wenn sie ankommen, inzwischen ziehe ich mich zurück."
"Ja...Sir..."
Teil 11 - Phylax
"Sind die Dragoon angriffsbereit?"
"Ja, Sir. Alle Systeme bereit, Kampfformation eingenommen. Die letzten Raketen zerstören gerade die Infrastruktur von Shadow Moses. Die Dragoon werden die Basis ausweiden, so gut sie können."
"Das will ich auch hoffen. Wann ist unsere geschätzte Ankunftszeit?"
"In circa 20 Minuten, Sir."
"Gut..."
Ein Kontingent aus Dragoon lief durch eine weite, karge Ebene. Phylax saß in dem Kommandodroiden an der Spitze der Formation. Gleich würden sie da sein und die Trümmer von Durins alter Basis...seinem Schrein...seinem Heiligtum...vor sich liegen sehen. Und sie würden sie schänden.
Die Basis stand derweil unter schwerem Beschuss. Die angreifenden Dragoon hatten sich mit keinem nennenswerten Gegnern zu messen. Die Basisverteidigung war durch die Raketen soweit dezimiert worden, dass die herranstürmenden Dragoon einen regelrechten Wettstreit daraus machten, wer die letzten Überlebenden töten durfte. Nichts und niemand sollte noch da sein, wenn ihr Meister eintraf. Phylax würde keine Fehler erlauben.
20 Minuten später.
Ein schwarzes Dragoonkontingent näherte sich Shadow Moses. Das Kontingent, welches Phylax vorrausgeschickt hatte, stand bereits in Reih und Glied und erwartete seinen Herrn. Überall nur rauchende Trümmer, verrenkte Gliedmaßen von schweren Droiden und ab und an auch die verkohlte Leiche eines Unglücklichen, der vergeblich zu flüchten versucht hatte. Dieser Ort roch nach Tod.
Phylax' Kontingent erreichte die anderen Droiden. Wie abgesprochen lösten sich aus jedem der beiden Kontingente 10 Droiden und folgten Phylax in Richtung der Tore von Durins alter Basis.
Sie hatten noch etwas zu erledigen.
Am Hangar angekommen zückte Phylax sein Schwert und lief als erster in die übergroße Halle. Der Bi-Händer leuchtete und zuckte, während er die Laserschüsse des wenigen Rests der Besatzung der Basis zurückwarf oder ablenkte. Hinter ihm strömten seine Gefolgsleute herrein, bewaffnet mit Strahlenkanonen und Schwertern.
Es war kein langer Kampf. Die Verteidiger standen immernoch unter Schock, ob des wütenden und überraschenden Angriffs der Dragoon und jetzt setzten ihnen auch noch diese Wahnsinnigen mit ihren Schwertern zu. Köpfe rollten und Körper fielen. Nur einer blieb übrig.
"2. Garde! Ihr bewacht ihn. Ich will dass er überlebt. 1. Garde...folgt mir!"
Immer weiter und immer tiefer strömten die Soldaten in die Basis ein. Nirgends befanden sich noch Verteidiger und die meisten Türen ließen sich mit der Key-Card des toten Offiziers aus dem Hangar öffnen.
Dann erreichten sie ihr Ziel; den Schrein Durins. Es war eine große Halle, die Wände beschmiert mit Blut, Zeichen, welche Phylax nicht deuten konnten, zierten das spärliche Mobiliar, den Altar und die Wand.
"Vernichtet hier alles. Danach zerstören wir die K.I."
Und so geschah es.
3 Stunden später, in der Nähe der Basis Vespasian...
"Sir...meint ihr, dass es so klug war, den kleinen Laufburschen oder Soldaten oder was auch immer zurückzulassen?"
"Ich denke schon. Er wird Durin erzählen, was passiert ist und dann wird er für seinen Misserfolg wahrscheinlich hingerichtet."
"Also muss Durin jetzt auch schon seine eigenen Untergebenen töten?"
"Ja...wobei es ihm wahrscheinlich Spaß machen wird. Aber genug jetzt. Lass mich allein."
Sein Untergebener verließ Phylax' Gemach und Phylax saß noch stundenlang aufrecht in seinem Bett.
Wir sehen uns wieder...Schattenhand. Doch das nächste Mal, ist nicht dein Heiligstes mein Ziel...das nächste Mal bist du selbst mein Ziel. ...
Teil 12 - Durin
Die Schändung von Shadow Moses machte Durin rassend. Die gesamte Basis flüchtete vor ihm. Er ging in die Kommandozentrale. Am Boden der Kopf des Offiziers der für den Schutz von Shadow Moses abkommandiert worden war.
Er setze sich in den Kommandosessel, Das Schwarze Eisen berühigte ihn etwas. Er begann nach zu denken.
Pylax spielt endlich mit. Mein Turm in Asche, zumindest dem anschein nach, aber er unterschätzt mich wenn er denkt das ich ihn so leicht davon ziehen lasse . Jetzt wird der Fluch auch ihn treffen. Der Fluch von Shadow Moses!
Er machte sich auf nach Shadow Moses. Der Weg war wie immer lang und einsam, in diesen Teil der Clanlands verirrt sich normalerweiße nie irgendein Claner. Die einzigen Spuren waren die von Phylax Konti. Er hinterlies mit seinem Solaron tiefe Spuren im feinen Uransand des PVG's.
Plötzlich wie aus dem nichts. Die Klippen von Shadow Moses. Er passierte die Zwillingsfelsen, den Zugang zu shadow moses. Wie vom Blitz getroffen begannen Durin's Glieder immer schwerer zu werden und eine Stimme sprach: "Willkommen zurück Grey Fox!" Die Stimme war ihm wohl bekannt und er wusste das der Fluch nun wieder aktiv geworden war.
Mein damaliger Sieg bedeutungslos. Phylax hat den Fluch wieder heraufbeschworen. Durch das Blut das er in Shadow Moses vergossen hat. Er hat den Tempel entweit. Den Tempel von Symeria.
Die Vergangenheit holte ihn wieder ein. Als er damals noch Grey Fox hieß. Die Zeit mit Symeria. Die Zeit als in ihm die Dunkelheit überhand nahm. Er wollte nicht daran denken. Doch Symeria war wieder erwacht. Was sollte er tun?
Seine Glieder wurden wieder leichter und er trieb seinen Droiden durch die Klippen hindurch die den Weg nach Shadow Moses bildeten. Als er die Klippen durchquerte, wurde ihm das Leid von damals wieder bewusst. Abermals vermochte die Sonne nicht, die Wolken über Shadow Moses zu durchdringen. Abermals roch Shadow Moses nach Hass in seiner ursprünglichsten Form.
Endlich war er wieder in Shadow Moses angekommen. Erreichte den Tempel von Symeria. Hier war alles zerstört und hier war auch der Hass in der Lust am intensivsten.
Plötzlich abermals die Stimme:" Grey Fox, abermals tritts du vor mich, doch aus welchem Grund? Willst du mich verspotten wegen dieser Schandtat die hier vorgefallen ist?"
Er spürte den Zorn in der Stimme und antworte:" Sei gegrüßt Symeria. Ich würde dich nicht verspotten, doch haben wir einen gemeinsamen Feind. Phylax ist der Name des Mannes der deinen Schrein und meine Basis geschändet!"
"So möge nun der Fluch auf ihn treffen", antwortete die Stimme aus dem Nichts.
Durin war zufrieden und doch geschwächt, da seine Stärke doch mit Symeria im Einklang war und seine Macht von ihr abhing.
18. März
13:10
Vespasian
Die Wache erwarteten seensüchtig die Rückkehr von Phylax als Wolken aus dem Nichts heraus auftauchten und die Sonne verdunkelten. Plötzlich wurde es Nacht in Vespasian. Die Wolken wurden immer dicker und fester, zogen nicht weiter. Es wurde Windstill. Aber das war noch nicht genug.
Die Bewohner sahen zu wie sich die Mauern färbten, als würde das Rad der Zeit an ihnen zerren und hunderte von Jahren in Sekunden vergehen. Der Glanz von Vespasian war verschwunden. Trübsinn breitete sich aus als plötzlich eine Stimme sich erhob in ganz Vespasian hörbar:
"Hört mich an ihr Bürger von Vespasian. Euer Herr und Meister hat den Tempel von Symeria entweit. Nun sollt ihr alle dafür büßen. Euch hat der Fluch von Symeria ereilt. Verrichtet euren Herren diesen Nachricht"
In diesem Moment kehrte Phylax zurück. Von einem Hügel auf seine Basis hinabblickend...
Teil 13 - Phylax
Phylax bemerkte die Veränderungen, welche seine Umwelt nahmen, zunächst gar nicht. Er war in einige Klonberichte und Drohnendaten vertieft und hatte seinen Kommkanal nur für wichtige Gespräche freigeschaltet. Der auf Autopilot gestellte Droide erreichte den Hügel vor seiner Basis, wo Phylax auch zum ersten Mal seit langem, aufblickte.
"Was zum...?"
Rings um die Basis lag totes Land. Staub bedeckte die Erde, eine verknöchelte Eiche ragte, wie eine Kralle, gen Himmel. Der Anblick ließ sich nicht beschreiben. Der Tod und der Verfall, der innert weniger Sekunden über die Basis herreingebrochen war, erinnerte an nichts, was Phylax je gesehen hatte. Oder doch? Shadow Moses war doch in ähnlichem...wenn auch weit fortgeschrittenem Zustand gewesen? Was war hier los?
"Sir, tut mir leid sie zu unterbrechen, aber..."
"Ich sehe es. Öffnen sie einen Kanal zur Basis und überprüfen sie, was hier passiert ist. Ich brauche ein paar Infos, ich melde mich, wenn ich alles beisammen habe..."
Mit diesen Worten drehte sich Phylax im Kommandostuhl seines Droiden herum und sprang regelrecht zu den in der Ecke liegenden Mappen und Zetteln. Irgendwo hier musste es doch sein.
"Hab ich dich!"
rief Phylax triumphierend, als er einen recht alten und schon ein wenig vergilbten Zettel aus der Unordnung zog. Er tippte ein paar Tasten auf seinem Kommkanal und wartete.
"Connection established."
Dann Stille.
"He du alte Socke!"
Ein freudiger Ausruf kam ihm aus der Komm entgegen.
"Sers. Tut mir Leid, dass ich dich stör, aber es ist wirklich dringend. Ich brauch ein paar Informationen."
"Klar, kannst du haben. Worum gehts?"
"Shadow Moses."
"Tja...das ist Durins alte Basis und sein Heiligtum. Das verehrt er wie...er verehrt sie. Du musst durch eine Ebene, wo dann plötzlich eine große Felswand auftaucht, dort befinden sich die Zwillingsfelsen. Hinter den Felsen ist ein großes Tal und in der Mitte davon ein großer See. Im See ist eine Insel...das ist Shadow Moses. Und am Rand des Sees gibts ein verlassenes Dorf...."
"Ich weiß das alles. Ich war dort und habe die Basis geschleift."
"WAS?"
"Ja...aus Rache. Basis und Tempel wurden geschändet."
"BEIDE TEMPEL?"
"Wieso beide?"
"Es gibt zwei Tempel in Shadow Moses, einen großen, der befindet sich im hinteren Teil der Basis...und noch einen kleineren. Aber wo der ist, weiß ich nicht. Allerdings war das nicht klug."
"Warum?"
"Es lastet ein Fluch auf dem Tempel...der Fluch von Symeria. Ist schwer zu beschreiben...ich weiß nur, dass jeder, der sich der Basis nähert, mit diesem Fluch belegt wird. Auch Durin ist davon betroffen...er sieht die Geister seiner getöteten Kameraden und Feinde, zusätzlich sieht Durin alles verfallen, die Welt um Durin ist verfallen, zerstört und ein Albtraum, in dem ihm die Geister heimsuchen. Mehr weiß ich auch nicht."
"Wie kann man den Fluch aufhalten?"
"Hrm...keine Ahnung. Entweder in dem du Durin tötest oder...ach verdammt...da war noch was. Aber ich komm nicht drauf."
"Auch egal. Lass es mich wissen, wenn du drauf kommst. Danke."
"Kein Ding. Ah ja...könntest du mir noch paar Fässer von dem köstlichen Rotwein schicken, den du mir letztens geschickt hast?"
"Klar. Und lass Jule von mir grüßen."
Damit beendete Phylax die Verbindung zu seinem misteriösen Gesprächspartner. Manche würden es als Verrat sehen, dass er Kontakte zur Schattenhand hatte. Er persönlich sah es immer als Vorteil. Er wusste ob seiner Überzeugung. Und das war es, was zählte.
"Sir, der Statusbericht der Basis liegt vor."
"Und? Was geht da vor?"
"Es wird von einem Fluch von Sibirien oder so gesprochen. Auf jeden Fall ziehen Tod und Verfall durch unsere Mauern. Die Basisbesatzung wurde schon evakuiert."
"Sehr gut. Erstatten sie Meldung, dass jeder kampffähige Mann und jede kampffähige Frau sich bereitmachen soll. So schnell es geht will ich ALLE Droiden zum Aufbruch bereit haben."
"Jawohl Sir!"
Teil 14 - Durin
Mit Freude beobachtete Durin das Treiben im Lager seines feindes!
Alles scheint mir in Aufregung zu sein. Sie werden bald aufbrechen! Will er mich mit all seiner Kraft treffen? Das kann er haben! Aber ihn brauche ich allein, damit er mir hilft den Schaden rückgängig zu machen, denn er angerichtet hat.
Der Schatten zog sich wieder zurück. Stieg in seinen schwarzen Solaron und machte sich davon.
Plötzlich begann seine Konsole vor ihm zu leuchten: "Incomming Message" Jemand versuchte Kontakt aufzunehmen. Aber wer war es. Er war sich sicher nicht entdeckt worden zu sein. Er nahm ab:"Durin altes Haus", meldete sich ein alter Freund von ihm. "Was gibs?", war Durin's knappe Antwort. "...Ich dachte dich würde interessieren das Phylax Nachforschungen über dich anstellt!" Mit den Worten:"Weiß ich bereits schloss er die Leitung.
Plötzlicher Näherungsalarm ließ ihn schnell aufwachen. Mehrere Droiden kamen schnell näher. Es gelang ihn gerade noch eine Nachricht an seine Untergebenen zu Senden als er bereits Beschossen und umzingelt wurde:"Wer sind Sie? Geben Sie sich zu erkennen! Wir sind General Phylax's Privatgarde!"
"Wer ich bin? Du willst wissen wer ich bin? Ich werde es dir zeigen!", mit diesen Worten eröffnete er das Feuer und ließ gleich mehrere feindliche Droiden in Rauch aufgehen.
Am Radar wurden immer mehr Droiden sichtbar. Durin sah ein, dass das hier keinen Sinn hatte. Er zog sich zurück. Immer mehr Droiden kamen, alle allerdings keine Gegner für Durin. Er bekam Abstand zwischen sich und seinen Feinden.
Er wollte sich schon als Sieger fühlen, als Plötzlich mehrere Dragoon aus den Feindlichen Reihen schossen und sich mit großen Tempo näherten. Der Schatten wollte bereits anhalten und alles vernichten. Bis schließlich er besiegt wurde. Als die Dragoon von der Seite plötzlich hinweggefegt wurden. Durin's Untergebene waren eingetroffen. Unter hohen verlusten zogen sie sich nach Shadow Moses zurück um Phylax und seine Armee zu erwarten.
Teil 15 - Phylax
Vespasian kurz vor 12.00 Uhr. 02042007 der Imperialen Zeitrechnung.
"WAS SOLL DAS?"
Phylax war wütend. Auf seinen direkten Befehl sich zur Basis zurückzuziehen und auf die restlichen Kontingente zu warten, reagierte seine Leibwache nicht. Sie hatte nach Feinden Ausschau gehalten. Und hatte augenscheinlich auch welche gefunden.
"Sir, wir fanden einen einzelnen Solaron, unweit der Basis. Wir haben ihn eingekreist, aber er hat unseren Verteidigungsring gesprengt. Als wir ihm nachsetzten hatten ihn die Dragoon schon fast so weit...allerding bekam er dann Unterstützung seine Kontingents."
"Welches Emblem?"
"Schattenhand, mein Herrscher..."
Phylax drehte sich ruckartig um, wobei dabei sein Umhang durch das Gesicht seines Gardepiloten fuhr.
"BARBIE!"
Schon kam des Commanders Untergebener herbeigeeilt, nickte kurz und wartete schon auf Befehle.
"Wie lange dauert es noch, bis wir aufbruchbereit sind?"
"In 2 Stunden kehren die letzten Solaron heim. Dann können wir aufbrechen, Sir."
"Sehr gut. Ist mein Xenox modifiziert?"
"Ja, Sir."
2 Stunden später...
"MÄNNER! BESETZT DIE DROIDEN UND FOLGT MIR! SEHT, WAS AUS EURER HEIMAT WURDE! BESTRAFEN WIR JENE, DIE DIES TATEN, UND TRÄNKEN SIE IN IHREM EIGENEN BLUT! NOCH HEUTE WERDEN WIR AUF DEN KÖPFEN UNSERER TOTEN GEGNER SCHLAFEN!"
Jubel brandete auf. Die Piloten Vespasians waren bereit. Der Marsch auf Shadow Moses begann...
Teil 16 - Durin
Erfreut blickte Durin auf sein Radar. Er hatte Shadow Moses innerhalb kürzester Zeit kampfbereit gemacht. Raketen und Uran warteten auf den Befehl zum Abschuss. Eine Armee von Schattenhand-Solaron wartete im Inneren des Tales.
Endlich er kommt! Die Finale Schlacht! Mal sehn wie gut er spielt! Ich werde ihn Erwarten. Genau dort wo ich mit Sherlock gekämpft habe. Ich werde warten und ihn würdig entpfangen...
Die Armee von Phylax umfasste mehrere hundert droiden. Es war eine gesammte Streitmacht. Zwar nicht so groß wie die damalige Armee des Imperiums bei den Angriff auf Shadow Moses. Aber doch eine riesige Streitmacht. Auf Durin's Seite standen lediglich 5 Solaron kontigente. Allerdings wusste Durin. Bereits diese 5 Kontigente können Shadow Moses verteidigen.
Die Zwillingsfelsen werden auch sein Untergang sein!
Er holte sich aus seinen Gedanken und sprach:"Die Imperialen Feiglinge sind in Reichweite. Heißt sie Willkommen! Willkommen in der Hölle!"
Mit diesem Befehl wurden alle Raketen und das PVG-Gleichzeitig aktiviert und die Solaron-piloten der Schattenhand machten sich bereit die Imperialen Truppen unter Phylax anzugreifen sobald diese die Zwillingsfelsen passiert haben würden.
Durin selbst stieg auf die Pyramide von Shadow Moses, die die Spitze der Basis bildete. Und auch jetzt wieder flatterten die 3 Banner im Wind, wie damals als er hier gegen Sherlock gekämpft hatte. Er beobachtete das Treiben im Tal und sah das Leuchten der einschlagenden Raketen zwischen Phylax Droiden über den Klippen.
Wie muss es wohl sein? Wenn man eine Rakete auf seinen Droiden zufliegen sieht, und weiß dass man gleich tod ist? Oder wie muss es sein, den Lichtblitz eines PVG's zu seinen und zu wissen, dass man in einem Sekundenbruchteil zu Staub zerfällt. Ich hoffe Phylax ist schlau genug diesem Schicksal zu entgehen!
Hier wartete er auf seinen Gegner. Er hoffte er hatte Phylax nicht unterschätz, sodass er es bis hier her schaffen würde.
Teil 17 - Phylax
"Sir, feindliches PVG und feindliche Raketen auf die vorderen Kampfverbände! Heftige Ausfälle bei den dortigen Droidenarten! Was sollen wir tun?"
"Weitermarschieren. Genauen Ausfallbericht auf meinen Schirm!"
Die Daten wurden in Sekundenbruchteilen übermittelt und bedeckten den gesamten Commandoschirm in Phylax' Droiden. Sein Xenox war die Spitze von einem ganzen Kontingent dieser überschweren Droiden. Er manövrierte einen der Droiden, die ihm das Imperium zum Geschenk gemacht hatte. Sie waren stärker und widerstandsfähiger als ihre von Clanern gebauten Brüder.
Die Statistik, die nun vor Phylax Augen projeziert wurde, sagte ihm, dass seine Taktik richtig war. Seine Formation war einfach gehalten, doch war er sich sicher, dass Durin etwas entscheidendes in der Eile Übersehen würde.
Anstelle eines unkoordinierten Aufmarsches von Phylax' Armee, zog er 2 Kontingente von Nomic in die vordersten Reihen. Dahinter verbarg sich, wenn man nicht allzu genau hinsah, eine Unzahl von Mergern. Die Transportdroiden waren einzig und allein zu einem Zweck auf die Reise geschickt worden, und das wussten auch ihre Piloten. Sie waren Raketenfutter und Buffer für das PVG. Würde Durin einfach nur die vordersten Reihen beschießen, so würden die Nomic zumindest versuchen auszuweichen und die Merger dahinter freigeben. Würde das Ausweichmanöver fehlschlagen, dann würden eben Nomic und Merger draufgehen. Einerlei.
Sein Plan ging auf. Die PVG-Blitze rissen wie Krallen aus gleißendem Licht die schwere und stickige Luft in Fetzen. Merger und Nomic verglühten im PVG oder wurden von feindlichen Raketen zerrissen. Die dahinter herrannahenden Zengal, Aspor, Dragoon, Negator und Solaron, sowie das von 2 Solaronkontingenten flankierte Xenoxgeschwader bekam den Befehl von ihrem Herrscher:
"ANGRIFF!"
Sofort wurde das Feuer eröffnet. Durins Solaron drängten langsam zwischen den Zwillingsfelsen hervor. Ein Ensemble aus Lasern, Disruptorschüssen und Gauss'schüssen machte die Szenerie zu einem Farbenspiel, das grausamer nicht sein konnte.
Droide um Droide fiel...auf beiden Seiten. Doch dann rückten die Xenox in der Mitte vor und schnitten durch die verteidigenden Solaron wie ein Messer durch warme Butter.
Sie drängten, dicht gefolgt von den anderen Vespasianischen Truppen, durch die Zwillingsfelsen und in Richtung von Shadow Moses.
Waren auf der äußeren Seite der Gebirgskette kaum mehr Verteidiger übrig, so waren es auf der inneren Seite noch viel mehr. Kaum waren die Xenox und ihr Geleit durch die schmale Gebirgseinbuchtung geschritten und betraten die Ebene rund um den See, welcher Shadow Moses umgab, so wurde augenblicklich das Feuer eröffnet.
Vor Phylax selbst standen auf einmal 25 Solaron, deren Gaussgeschütze gleichzeitig luden...*ZAPP*
Keiner der Geschütze traf auch nur annähernd einen der herranstürmenden Droiden. Der Commander machte sich zuerst nichts daraus, weil er dachte, die Droiden würden durch das gemeinsame Aufladen einen magnetischen Impuls, und somit einen Fehler in der Zilekalibrierung, verursacht haben. Doch das Getöse, welches darauf folgte, belehrte ihn eines Besseren.
Während Phylax mit seinen Xenox bereits durch die Mündung in den Felsen gestoßen war, befand sich noch gut ein Drittel seines Heeres in dieser Mündung. Die Verteidiger wollten die Angreifer vorerst gar nicht zerstören, sie wollten sie nur von den restlichen Truppen trennen und die Nachzügler unter den Felsen begraben.
"An alle Einheiten, sofort Feuer auf feindliche Solaron eröffnen. Alle, die noch nicht durch die Felsen sind...RAUS DA!"
schrie Phylax in sein Mikrophon. Ein Großteil der Droiden feuerte sofort, die eigenen Verluste missachtend, allerdings brachte es nicht mehr viel. Die Zwillingsfelsen wurden zum Einsturz gebracht und begruben einen Teil von Phylax' Armee.
Doch der schnellen Reaktion des Commanders war es zu verdanken, dass in eben dieser Zeit viele der Verteidiger fielen. Während diese sich darauf beschränkten, die Felswände abzusprengen, konzentrierten sich die Truppen Vespasians darauf, soviele Feinde wie möglich nieder zu reißen. Selbst diejenigen, die noch in dem schmalen Durchgang waren, hatten ihr Feuer eröffnet und rissen noch einige feindliche Solaron - kurz vor ihrem eigenen Tod - hinweg.
Das Radar verhieß nichts Gutes.
"Sir, es sind ein Großteil unserer Solaron und Asporen zerstört worden. Die Zengal und nachrückenden Nomic wurden von dem Einsturz komplett vernichtet. Ein paar Solaron konnten den Xenox folgen. Einige nachzügelnde Negator melden, dass sie abgeschnitten wurden, sich aber einen Weg über die zerstörten Felsen bahnen können. Es wird jedoch noch gute 10 Minuten dauern."
"Sag ihnen, dass sie sich beeilen müssen. Wie sieht das Verhältnis zum Gegner aus?"
"Dürftig. Wir sind ihm zahlenmäßig etwa 4:5 unterlegen, aber unser gesamtes Xenoxkontingent ist noch vollständig."
"Ich will keinen Überlebenden."
"Jawohl."
Mit diesen Worten eröffneten die Droiden mit dem Herrschaftszeichen Vespasians das Feuer. Noch wusste niemand von diesen Piloten, dass nur 14 Angreifer diese Schlacht überleben würden. Doch so kam es.
Nachdem es kurzzeitig so aussah, als wären die Xenox den Solaron weitgehen überlegen, öffneten sich auf einmal kleine Spalte im umliegenden Gelände und Klone rasten mit riesigen Rucksäcken heran. Unglaubliche Explosionen zerstörten Droiden um Droiden. Die Angreifer wurden in ihrer Zahl wieder geschmälert und langsam in Richtung der Felsen zurückgedrängt, wo sie drohten aufgerieben zu werden.
Die Wendung und eigentlich auch die Entscheidung in dieser Schlacht brachten jedoch nicht die Negator, welche sich plötzlich und ohne Vorwarnung mit ihren Sprungdüsen über die letzten Steine des Gerölls zwischen den ehemaligen Zwillingsfelsen herabsenkten, sondern ein großer Fehler der Piloten Durins.
Die verteidigenden Solaron versuchten die Negator aus der Luft zu holen und oder sie kurz nach ihrer Landung gleich zu vernichten. Dabei ließen sie von den noch übrigen 65 Xenox und rund 20 Solaron ab. Diese eröffneten erbarmungslos das Feuer, wobei die Piloten von Shadow Moses sich voll und ganz auf die Negatoren beschränkten. Erst, als nur noch knapp 100 Solaron übrig waren, wurde ihnen der Ernst der Lage bewusst. Doch es war bereits zu spät.
Die letzten Minuten des Kampfes gestalteten sich wie ein grausiges Gemetzel. Droiden, welche oft nur wenige Meter von einander standen eröffneten blindlinks das Feuer. Die Geschütze trafen mit einer solchen Wucht auf Panzerung und Legierung der anderen Droiden, dass diese oftmals in einer gewaltigen Explosion zerplatzten.
Übrig blieben 2 Negator, welche fast als letzte und mit hochgefahrenem Tarnschild über die Felsen gesprungen waren, 10 Xenox, und 3 ziemlich ramponierte Solaron.
Phylax saß, leicht keuchend, in seinem Xenox, immernoch an der Spitze des kümmerlichen Rests seiner Armee.
"Ach du Kacke. Schadens- und Statusbericht!"
"Vespasianische Streitmacht: 10 Xenox, 3 Solaron..."
Draußen ertönte ein Quietschen, Scheppern und anschließend eine kleine Explosion.
"..2 Solaron und 2 Negator. Primärsysteme in Ordnung. Panzerung im Durchschnitt bei 78%.
Gegnerische Droiden: Keine."
"Gut. Dann lasst uns Durin suchen."
Mit diesen Worten öffnete sich der Bauch des überschweren Commandodroiden und Phylax sprang, mit bereits gezücktem Schwert heraus.
Er griff in seinen Rüstungskragen und förderte einen kleinen Ohrenstöpsel zu Tage, welchen er auch gleich in sein linkes Ohr presste.
Dann drückte er auf Play.
I won't suffer, be broken, get tired, or wasted; Surrender to nothing, I'll give up what I; Started and stop this, from end to beginning; A new day is calling, and I am finally free...
Teil 18 - Durin
Lange stand Durin still. Die Zeit schien stehen zu bleiben. Etwas war geschehen da war er sich sicher, er fühlte das jemand ihn verlassen hatte. Diese Zeit des Zweifels ermöglichte Phylax die Verteidigung zu überwinden. Er sammelte sich wieder. Wollte seine Kräfte für einen weiteren Kampf aufraffen.
Er verlies die Spitze des Tempels. Auf der Suche nach Phylax. Symeria selbst wies ihm den Weg. Auch sie wollte Rache. Und Phylax würde sie spüren. In Wirklichkeit wollte er Symeria jedoch nur benutzen. Er wollte sie wieder loswerden. Den Fluch wieder einschläfern. Ihn erneut besiegen.
Schnell hatte er die Gruppe gefunden. Sie versuchten in die Kommandozentrale zu kommen. Die Schattenhandanhänger versetzten sich bis jetzt allerdings noch erfolgreich. Es war jedoch nur eine Frage der Zeit.
Phylax stand in Deckung:"Granaten. Werft Granaten rein!"
Einer seiner Männer wurde in diesen Moment von einem Kugelhagel erfasst und rückwärts gegen die Wand geschleudert. Granaten wurden hineingeworfen und ein Großteil der Verteidiger in Stücke gerissen.
Phylax und seine Truppen drangen vor. Durin beobachtete sie von einem Balkon aus. Schnell wurden die restlichen Verteidiger hingemetzelt. Den Letzten köpfte Phylax persönlich mit seinem Schwert.
In diesen Moment sprang Durin vom Balkon herab. Zog sein Schwert. Köpfte drei Imperialen in der Luft. Einen vierten rammte er das Schmerz von oben herab in den Oberkörper und rief:"Siehst du dieses Zeichen, Imperialer? Das ist das Zeichen der Unsterblichen Schattenhand!" Er zog sein Schwert wieder heraus und der Soldat mit dem Zeichen der Gladius fiel zu boden.
"Sei gegrüßt, Phylax!" er stand mit dem Rücken zu ihm,"sei willkommen in Shadow Moses!" Er drehte sich um.
Phylax erblickte hier zum ersten Mal Durin's Gesicht. Die Narben im Gesicht waren klar erkennbar. Phylax zitterte vor Zorn.
"Ich bin das Kind des Leids. Willst du das Leiden der Schatten vernehmen? Du wirst leiden. Dein Leiden hat eben erst begonnen!"
Der Imperiale ging auf den Schatten los. Griff ihn mit seinem Bi-Händer an. Der Schatten parrierte den Schlag und war plötzlich verschwunden. Nur eine Stimme war noch zu hören:
"Komm zu mir! Suche mich! Du findest mich an meinem Tempel! Dem Ort meines Todes!"
In diesem Moment gegann der Fluch seine ganze Intensität auf Phylax zu lenken und auch er selbst sah plötzlich eine Menge Leute um sich herum...
Teil 19 - Phylax
Tote Krieger, welche er ins Verderben geschickt hatte, zahllose Feinde, die er erschlagen und vernichtet hatte, viele ehemalige Weggefährten...alle standen sie um ihn und schienen ihn mit ihren Blicken durchdringen zu wollen. Manche bewegten sich langsam auf Phylax zu, andere umkreisten ihn und wieder andere standen einfach nur Still da und fixierten ihn mit ihren kalten Augen.
Phylax, der mittlerweile allein auf weiter Flur stand, steckte sein Schwert langsam wieder in die Scheide. Er erinnerte sich an die Worte eines alten Freundes, richtete sich langsam und bedrohlich auf und donnerte dann:
"Was wollt ihr?"
Keine Antwort. Die Schemen, welche um ihn waberten, glotzten nur.
"Ich bin Phylax. Der Wächter Vespasians. Ich bin Obersenator der #GLadius und ein Krieger eben derer. ANTWORTET MIR!"
Ganz leise konnte er nun wahrnehmen, dass sich etwas regte. Er wollte schon zu einer erneuten Frage ansetzen, als er plötzlich eine Antwort fand.
"Wwwwiiiiiirrrr wwwooolllllllllleeennnn ffffrrrreeeeiiiiii ssssseeeeiiiiiinnnn....." krächzte ein lang vergessener Commander namens Mr.J, den Phylax vor Jahren töten lies.
"Dann geht mir aus dem Weg."
Phylax schnauzte kalt zurück. Er wollte nur noch eines: den toten Körper Durins vor sich liegen sehen. Es war ihm fast egal, dass um ihn diese...Geister...herumschwirrten. Aber sie verwirrten ihn. Würden sie ihn angreifen? Würden sie ihn töten? Wem gehorchten sie?
Einerlei.
Der Commander Vespasians ging langsam vorwärts. Die Schemen teilten sich und schlossen sich hinter ihm wieder Schulter an Schulter zusammen. Phylax wusste, was sein Ziel war, jedoch nicht, wie er zu ihm gelangen würde. Da kam ihm eine Idee.
"Zeigt mir den Weg zu Durins zweitem Tempel. Ich weiß, dass er dort auf mich wartet. Wenn ich mit ihm fertig bin, werde ich euch von eurem Leid erlösen."
"Sssssoooo sssseeeeeiiiiiiii eeeeesssss....." antworteten die Toten und führten ihn.
Während dem Marsch durch Shadow Moses blickte Phylax sich oftmals um. Er begutachtete seine Begleiter ganz genau. Viele von ihnen kannte er, doch waren auch einige unter ihnen, die der Commander nicht zuordnen konnte. Zum Teil, weil sich ihr Körper, wenn man ihn so nennen kann, nur noch aus Fetzen zusammensetzt oder grob entstellt wurde, zum anderen Teil, weil Phylax sie einfach nie selbst getroffen hatte. Wie viele schickte er in den Tod, ohne sie nur einmal gesehen zu haben? Unzählige...
Nachdem er eine lange Zeit - ihm war es wie Stunden vorgekommen - durch die Basis von Durin gewandert war, über endlose Treppen hinauf und hinab, durch Säale hindurch und Gänge entlang, trafen sie endlich beim 2ten Tempel Durins ein. Die Tür wurde geöffnet und dahinter offenbarte sich das wahre Heiligtum des Schattenhandkriegers.
Götzenhafte Statuen, Blut auf den Wänden und dem Boden und ein Altar, auf dem in alter Schrift der Name des unaussprechlichen stand.
Phylax zog sein Schwert und sah sich um, doch nirgends ein Zeichen von Durin. Er war nicht hier drinnen. Phylax stieß Bänke um, zerschnitt Stoff und hängte sogar eine der schweren Flügeltüren aus, nur um sicher zu gehen, dass Durin nicht hier war. Er wollte bereits wieder schulterzuckend den Raum verlassen, als er einen kleinen Windstoß warnahm. Langsam drehte er sich um und ging in Richtung Altar. Die goldenen Reliefs darauf waren schon lange abgefallen. Phylax ging daran vorbei, sein Ziel nicht aus den Augen lassend. Mit einer blitzschnellen Bewegung hob er sein Schwert und vollführte einen mächtigen Hieb gegen den auf der Rückwand des Tempels befindlichen Saum. Das Schwert glitt hindurch und der Saum fiel zu Boden - dahinter offenbarte sich eine schmale Wendeltreppe. Langsam und eine Ahnung habend, wohin die Treppe führen würde, stieg Phylax nach oben...
Teil 20 - Durin
Langsam ging Phylax die geschwungene und enge Treppe nach oben. Er hatte keine Ahnung wo sie hinführen würde, aber war sich sicher, dass er dort Durin finden würde. Der Weg zog sich in die länge:"Wie weit geht es denn noch hier? Ist ja irre! Gehts hier in Richtung Himmel oder was?"
Plötzlich die Treppe war einfach zu Ende. Vor ihm nur noch der Weg in die Tiefe und die Aussicht auf ganz Shadow Moses hinunter. Er sah hinunter:"Hat die Treppe eigendlich einen Sinn? Erst gehts ewig nach oben und dann nichts weiter als ein Aussichtspunkt?!" Er wendete sich um. Wollte bereits wieder nach unten gehen und Durin suchen. Als er plötzlich erstarrte.
Über ihn erhob sich eine Pyramide. Gigantisch. Eine Pyramide aus schwarzem Stein. An der Spitze eindeutig ein Platz. Er sah im Fackellicht drei Banner im Wind wehen. Eines war das Banner der Devils. Das Zweite eindeutig das Banner der SchaTTenhanD. Das dritte aber kannte er nicht. Ein Engel. Auf der einen Seite schwarz auf der Zweiten Weiß. Er wunderte sich. Und bestieg langsam die Phyramide.
Als er die letzte Stufe erklommen hatte, erblickte er eine etwa 25 m² große Fläche. An der einen Seite sah er einen Altar der von den drei Bannern geziert wurde.
Er ging auf den Altar los. Nahm sein Schwert und wollte eben den Altar zerstören als er wieder eine Stimme vernahm:" Du kannst hier endweder alles zerstören, mich töten und dann ewig unter dem Fluch von Symeria leiden. Oder du hilfst mir den Fluch zu brechen, den du wieder erweckt hast. Naja lass uns zuerst kämpfen." Mit diesen Worten tauchte der Schatten plötzlich aus dem Nichts auf, mit gezogenem Schwert. Phylax schaffte es noch knapp den ersten Angriff zu parrieren. Durin war mit seinem Schwert. Das Ähnlichkeiten mit einem japanischem Katana hatte unglaublich schnell.
Teil 21 - Phylax
Durin war mit seinem Katana unglaublich schnell. Der Angriff hatte Phylax überrascht, aber mit seinen ausgereiften Reflexen konnte er den Schlag gerade noch parieren. Dann ging er seinerseits in den Angriff über. Was ihm an Schnelligkeit und Behändigtkeit aufgrund des schweren Bihänders fehlte, machte er mit Kraft und Technik wieder wett. Immer wieder sausten schwere Schläge auf Durins sehr viel dünneres Schwert und immer wieder und wieder rettete sich Durin mit einer schnellen Körperbewegung.
"Ich bin schon tot, weißt du dass den nicht? Du könntest mich nicht einmal verletzen!"
sagte Durin, als er ein weiteres Mal knapp unter dem Schwert von Phylax hindurchsauste.
"Dann müsstest du auch nicht ausweichen."
antwortete Phylax grimmig.
Und dann kam, was kommen musste. Durin, wollte wieder einen Schlag von Phylax, welcher von oben herab kam, parieren, doch Phylax riss das Schwert mit einer blitzschnellen Bewegung herum. Er traf Durin nicht voll, doch fügte er ihm eine lange Wunde am rechten Unterarm zu. Durin blickte ungläubig auf seinen Arm.
"Dann ist es also wahr..."
keuchte er ungläubig.
"Dies ist das Schwert, das selbst Toten verletzen kann. Dies ist..."
"DIES IST TORASQUE!"
schrie Phylax.
"Das Schwert, welches den Segen empfangen hat. Du kennst seine Macht."
Durin blickte ungläubig zwischen dem Schwert und seinem Arm hin und her. Wie war das möglich? Woher hatte Phylax dieses Schwert? Es wurde vor Urzeiten geschmiedet und mit einem alten Segen geheiligt, auf dass es den toten wiederstehe...aber das waren doch nur Legenden...oder?
"Es kann den Fluch von Symeria brechen. Damit wären wir beide wieder frei."
Phylax unterbrach mit diesen Worten das Gedankenspiel von Durin und hielt ihm die Hand hin, um ihm aufzuhelfen.
Teil 22 - Durin
Durin überlegte einen Moment
Ich soll ihn vertrauen? Hm...naja wär ja nicht das erste mal. Auch Sherlock habe ich vertraut. Und er konnte mir helfen. Aber Sherlock habe ich nie etwas wirklich schlimmes angetan. Hingegen Phylax hat seine Frau durch mich verloren. Will er sich rächen? Egal den Fluch zu brechen, dass ist jetzt wichtiger!
Durin ergriff Phylax's Hand und zog sich an ihm hoch:"Ich danke dir!"
Nun sah der Imperiale ihn verwundert an. Noch niemals hatte sich ein Schatten bei ihm bedankt.
"Keine Zeit um sich zu wundern Phy,"meinte Durin und lies sein Schwert in der Scheide und diese in seinem Mantel verschwinden,"wir haben ein Randevous mit einem Fluch!"
Auch Phylax legte sein Schwert zur Seite. Erfreut erklickte dies Durin:"Folge mir!"
Der Imperiale tat wie geheißen. Zusammen gingen sie auf den Altar zu. Doch der Altar war leer.
"Was wollen wir hier, Durin? Wir haben keine Zeit. Hier ist nichts!",sprach er mit einem Blick auf den Altar.
"Sieh genau hin!", erwiderte dieser.
Phylax sah genauer hin und plötzlich erschien ein Körper. Er war schon leicht verweßt, doch konnte man ihn noch erkennen. Es war Durin selbst, doch dieser stand zur selben Zeit neben ihn.
"Das bin ich, oder sagen wir meine sterbliche Hülle. Sie starb damals, wärend des ersten Angriffes auf Shadow Moses. Der Fluch jedoch lässt mich weiterleben. Nun kennst du mein Geheimniss. Wenn wir den Fluch nun brechen. Werde ich endweder verschwinden oder wieder sterblich. Egal..." erzählte Durin mit leichter Trauen in seiner sonst so geisterhaften Stimme.
Der Körper verschwand und ein goldener mit juwelen verzierter Kelch erschien. Auf ihn ein Zeichen das Phylax kannte. Es war das Zeichen, dass auch überall in dem anderen Tempel zu sehen war. Wie selbstverständlich griff Durin nach seinem Schwert und schnitt sich in die Hand. Er verstand und wiederholte das selbe an seiner eigenen Hand.
Dann hielt der Schatten den Imperialen die Hand entgegen. Direkt über dem Kelch. Der Imperiale ergriff sie und in diesem Moment erhellte ein Sonnenstrahl die Pyramide.
"Der Fluch ist besämpftigt, aber nicht gebrochen. Und ich bin noch immer hier. Doch was machen wir jetzt?
Teil 23 - Phylax
Phylax überlegte. Es brodelte in ihm. Er, der seine Frau genommen und seine Basis den Toten übergeben hatte...ihm wurde geholfen. Doch plötzlich spürte Phylax eine Erleichterung, als ob etwas, was an ihm zehren würde, abfiel. Nichts beschwerte ihn, nur noch Ruhe. Der Fluch war auch von ihm abgefallen. Er seufzte.
Immer noch unentschlossen, machte er einen Schritt vom Altar weg, dann blickte er in die aufgehende Sonne. Alles war so wie in seiner Vorahnung...doch etwas fehlte. Ja...
"Durin...ich habe dich von den Toten zurückgeholt. Ich habe deine Basis in Schutt und Asche gelegt, sowie deine Tempel entweiht. Gibt es eine schlimmere Strafe als diese?"
Durin antwortete nicht, sondern starrte nur weiter auf den Kelch, in welchen Phylax und er ihr Blut gegossen hatten.
Doch der Kommander der Basis Vespasian antwortete für ihn.
"Es gibt eine schlimmere Strafe."
Durin drehte sich ruckartig um und seine Hand ging in die Richtung seines Schwertes, als würde er das Kommende vorhersehen. Allerdings war er dieses Mal zu langsam. Phylax hatte ihm sein Schwert bis ans Heft in den Brustkorb gerammt.
"Du hast zu lange darauf gewartet, wieder richtig leben zu dürfen. Und du hast mich - wenn auch vom Fluch befreit - meiner Lebensfreude beraubt."
Er verdreht das Heft in seiner Hand. Blut quoll aus dem Mund seines Feindes, dem er vor nur wenigen Minuten das Leben wieder geschenkt hatte. Dieser sah ihn nur stumm in die Augen.
Mit einem heftigen Ruck riss Phylax sein Schwert wieder aus Durins Brust. Dampfendes Blut schoss hervor und der Körper seines Gegenspielers sackte leblos zu Boden. Er wischte kurz über die Klinge und steckte den Bihänder wieder in die versteckte Scheide auf seinem Rücken.
Dann verlies er Shadow Moses und er sollte nie mehr an diesen Ort zurückkehren...
Teil 24 - Phylax
Einige Tage nach Phylax' Heimkehr schien wieder alles beim Alten zu sein. Die von Kameraden zur Verfügung gestellten Droiden wurden geloopt oder auf andere Missionen geschickt, Klone reproduziert und Droiden gebaut. Ein reges Treiben war in der ganzen Basis Vespasian zu sehen, überall flitzten die Mitarbeiter, Untergebenen und die hohen Stäbe nur so herum. Es war viel zu tun, der Fluch war zwar gebrochen, doch hatte er einige Spuren hinterlassen. Während noch einige Ladungen an Ressourcen in die ohnehin übervollen Silos der bald wieder glänzenden Stadt und Basis gebracht wurden, saß Phylax in seinem Büroraum und prüfte verschiedene Berichte. Sein Schwert hang unterdessen schon wieder fein säuberlich geputzt an der Wand hinter ihm.
Plötzlich wurde die schwere Holztür von seinem Untergebenen aufgestoßen, der keuchend herrein stürtzte. Sein Kopf war hochrot, als wäre er den ganzen weg von der Kommunikationsanlage - wo er eigentlich einen Auftrag ausführen sollte - bis zu seinem Herrn gerannt.
"Womit habe ich die Ehre deines Besuchs verdient?"
witzelte Phylax, ohne dass er den Blick von seinen Berichten ablenkte.
"Er lebt, Sir..."
"Wer?"
"Sir...Durin...Sir..."
Die Stimme von Phylax' Untergebenem wurde gegen Ende der Antwort immer leiser. Phylax Augen weiteten sich ungläubig und blickten ihn nun durchdringend an.
"WAS? WIE IST DAS MÖGLICH?"
"Hier der Bericht von einem unserer Sympathisanten."
Zitat:
Mitteilung aus dem Imperialen Hochsicherheitsgefängnis Yarin 4
Eine Abordnung von Imperialen Streitkräften hat vergangene Nacht bei einer Routineüberprüfung der Basis Shadow Moses die Anzeichen einer großen Schlacht, sowie ettliche Tote gefunden, darunter auch der ehemalige Kommander dieser Basis - Durin. Den Wissenschaftlern gelang es, mit Hilfe von Klonteilen den Körper des Schattenhand-Kommanders zu reanimieren. Durin sitzt vorerst in einer Zelle hier in Yarin 4 und wartet auf sein Verhör und seine Anschließende Hinrichtung durch das Imperium. Er ist mit starken Amphetaminen behandelt worden, was die Wahrheitsfindung erleichtern und die Flucht verunmöglichen soll.
Einzig die Frage wurde aufgeworfen, wie es zu dem breiten Durchstoß in seiner Brust kam, welcher ihm zeitweilig das Leben nahm.
gez. xxx
"Barbie...sattel mir 80 Dragoon. Und setze den Herrn von Yarin 4 in Kenntnis, dass ich in wenigen Stunden dort bin."
"Jawohl, Sir!"
Teil 25 - Durin
Die Reise ins Imperium hatte selbst mit Dragoons lange gedauert. Phylax durchquerte das Tor des Hochsicherheitstraktes. Zu beiden Seiten standen mehrere Sordrons. Schwere Plasmawerfer an allen Beobachtungstürmen. Hier kam niemand rein oder raus, wenn es das Imperium nicht wollte. Das merkte Phylax sehr schnell.
Am Eingang wurde er erwartet. Ein Mann in Imperialer Uniform und zwei Wachen Lasgun’s sahen ungeduldig seinem Dragoon entgegen. Als er den Blick des Mannes sah beeilte er sich seinen Droiden zu parken und auszusteigen. Der Mann kam ihm entgegen:“ Seid gegrüßt Phylax, Obersenator von Gladius. Ich bin Swig. Mir wurde aufgetragen Sie durch unsere Anlage zu führen. Folgen Sie mir bitte!“ Ohne ein weiteres Wort drehte er sich am Stand um und ging voran. Phylax folgte ihm ohne Fragen zu stellen, da er merkte das Swig nicht in der Stimmung war, diese zu beantworten. Er spürte das Swig ihn als Claner nicht als gleichberechtigt ansah.
Er eilte Swig hinterher, der einen sehr schnellen Gang anschlug, durch mehrere Hochsicherheitstüren. An jeder standen 2 Wachen mit diesen Strahlenkanonen mit Namen Lasgun. Zusätzlich spürte er im Rücken die Blicke der Wachen die ihm folgten. Alles machte den Eindruck absoluter Sicherheit.
Nach einer unzähligen Anzahl von Sicherheitstüren blieb der Imperiale endlich vor einer Tür stehen, zog eine Karte durch den Kartenleser und tippte einen Code in die Tastatur neben der Tür. Diese öffnete sich und Swig meinte:“ Ihr Mann, Phylax.“
Zwei mal zwei Meter. Jedoch im Gegensatz zu den Fluren eine ziemlich hohe Decke – drei Meter oder so. Eigendlich mehr eine Röhre als ein Zimmer. Schummrig war es hier drin. Die einzige Lichtquelle war ein winziges Plastikfenster, lang, schmal und rechteckig wie der Raum selbst. Die beiden runden, in die Decke eingelassenen und mit dicken Plastikabdeckungen versehenen Glühbirnen waren ausgeschaltet. Im Zimmer selbst gab es keinen Schalter, sondern nur auf dem Flur. Eine deckellose Kloschüssel aus Plastik nahm die eine Ecke des Raumes ein. Kein Nachttisch, nichts, was man als Möbel hätte bezeichnen können, nur zwei Plastikschübe, die in die schaumstoffgepolsterten Wände eingearbeitet waren. Aus einem Stück gegossen. Keine Griffe oder Schrauben.
Von irgendwo in der Decke drang Musik. Süßliche Streicher, gastritische Bläser.
Auf einer dünnen Matratze, die an einem Podest aus Plastik festgemacht war, saß …etwas.
Etwas mit nacktem Oberkörper. Die unbehaarte Haut weiß wie Molke, wenn man von den blauen Venen absah. Die Rippen zeichneten sich mit einer solchen Deutlichkeit ab, dass sie an einen Truthahn nach dem Festschmaus erinnerten.
Der untere Teil seines Körpers steckte in Khakihosen, die seine spindeldürren Beine lose umhüllten, während sie an den Knien spannten, die so knochig waren, dass sie wirkten wie die Griffe geschnitzter Spazierstöcke. Seine Füße waren nackt, aber schmutzig. Sein Kopf war glatt rasiert, aber man merkte mittlerweile das er größtenteils kahl war.
„Durin?“, sagte Swig.
Durin’s Kopf blieb gesenkt. Ich beuge mich tief hinunter und konnte so auch den Rest seines Gesichts sehen. Der Mund winzig klein, die Lippen so zusammengekniffen, dass sie kaum zu sehen waren. Plötzlich tauchte dazwischen etwas auf: eine dunkle, feuchte Zungenspitze, schwarzrot wie Leder. Die Zunge zog sich zurück. Tauchte wieder auf. Durin’s Wangen wölbten sich, erschlafften und wölbten sich wieder. Er rollte den Kopf nach links. Die Augen geschlossen, den Mund geöffnet. „Ein lebendes Skelett“, dachte Phylax. Plötzlich richtete er sich auf. Schaute in die Richtung von Swig und Phylax.
Wieder sagte Swig:“Durin?“
Keine Reaktion. Er sah Swig und Phylax an, doch er nahm sie nicht wahr. Er schloss die Augen. Ließ den Kopf kreisen. Weitere zwei Minuten tardives Ballett.
Swig verzog angewidert das Gesicht und machte eine wegwerfende Handbewegung. Phylax ließ dich davon nicht beeindrucken und trat näher. Swig ging.
Phylax sagte:“ So sehen wir uns wieder Durin.“
Keine Reaktion. Es war klar. Er war vollkommen mit Drogen voll gestopft. Es war nicht mehr viel von ihm übrig. `Die Ein-Mann-Seuche`, die hunderte von Menschen getötet hatte. Es war nichts mehr von ihr übrig. Nichts mehr als ein menschliches Skelett. Die Medikamente die ihm vor der Wiederherstellung gegeben worden waren, hatten nicht viel von ihm übrig gelassen.
Er nahm Durin. Hob ihn auf. Und starrte in seine kalten, nun ausdruckslosen Augen. Er schrie ihn an:“ Wo sind deine Leute? Wo finde ich die Schattenhand-Führer?“
Keine Reaktion.
„Antworte!“, Phylax sah so aus als wollte er Durin sofort töten. Swig ging dazwischen:“ Das reicht! Sie wollten ihn sehen. Sie haben ihn gesehen. Nun gehen Sie, oder soll ich Sie verhaften lassen?“
Phylax ließ sich von dem Imperialen wieder nach draußen führen. Verärgert das man aus Durin nicht herausbekommen konnte, aber froh und glücklich, da er sich sicher war das Durin hier nicht raus kam. Und froh über den Anblick den Durin nun machte. Der einst so stolze Krieger war ein Wrack.
Er verließ das Hochsicherheitsgefängnis und machte sich auf den Weg zurück. Zurück zum endlosen Kampf gegen die Dunkelheit…
