Feuer ... (Phylax)
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Feuer, überall nur Feuer! Brennende Häuser, am Boden liegende verkohlte Leichen, alles in Flammen und dichter Rauch! Die Erde glimmte, aus einem einfachen Gebäude liefen brennende Menschen! Ihre Haare lichterloh, ihre Haut sich langsam verfärbend, dann braun! Wenige der rauslaufenden schaffen es auch nur ein Dutzend Schritte weit, alles brennt um sie herum; die Luft erfüllt mir Qualm, der Boden übersäht mit Leichen, alles brennt! Das Feuer frisst sich durch ihren Körper, nagt an ihren Eingeweiden, lässt ihre Augäpfel platzen, doch da waren sie schon tot! Feuer, überall nur Feuer!
Doch da, das Feuer weicht! Ein Fuß eines gigantischen Droiden! Ganz in weiß steht er da, auf seinem Torso das Zeichen der goldenen Stadt! Vespasian!
Phylax wurde aus seiner Meditation gerissen. Er saß, hoch über seiner Basis in einem der Türme. Er war nur mit einer Leinenhose bekleidet, sein muskulöser Oberkörper lies sich von den wenige Sonnenstrahlen, die ihren Weg durch die verdreckten Wolken dieses trostlosen Planeten fanden, treffen und bräunen.
Seine Vision überraschte ihn nicht. Er wusste, was kommen würde. Er wusste, mit welcher Gewalt der kommende Krieg brennen würde. Und er wusste, dass es wie so oft keine Gnade und keinen Ausweg gab. Einerlei.
Langsam erhob er sich und ging an den Rand des Plateaus, welches durch kein Geländer und keinen Zaun begrenzt war. Unter ihm fiel die Welt ab, mehrere hundert Meter. Er breitete die Hände aus, fühlte den Wind, der ihn umfing und schloss die Augen.
Das Feuer kehrte abermals in seine Gedanken zurück und wies ihm den Weg. Nichts würde sie aufhalten, nichts in ihrem Weg stehen.
Er erinnerte sich, an die längst vergangene Zeit, als er noch ein junger Kommander war und noch nicht lange aus der Imperialen Akademie draußen. Dozla und Elandue, zwei große Krieger und zwei gute Freunde, nahmen ihn unter ihre Fittiche und lehrten ihm die alte Schule und sie lehrten ihm etwas anderes...etwas schrecklicheres als den Grauen, den er später verbreitete.
Eines Nachts schlichen sie mit ihm in eine zuvor zerstörte Basis. Sie hielten sich geduckt an der Kuppe eines Hügels, von dem sie einen guten Blick auf den sanften Teller hatten, welcher sich vor ihnen vor Jahrhunderten gebildet hatte. Dort war zu jener Zeit ein riesiges Feuer, vor welchem Menschen standen und trauerten. Sie verbrannten ihre Toten, was die ganze Ebene, rings um die Hügel und die darin vorhandene Mulde, mit dem zarten Geruch verbrannten Fleisches versetzte. Er hatte damals gesehen, dass es nicht der Schmerz oder die Trauer in den Augen seiner Unterlegenen war...sondern ihre Furcht.
Denn ihre Liebsten, welche nun vor ihnen loderten, waren aufgerissen und zerfetzt. Große Risse waren in ihrene Brustkörben und wenig war noch in einem Stück. Und die Furcht jener Menschen war groß, dass die Dämonen wiederkehren würden.
Dämon nannten sie ihn und Dämonen nennen sie ihn und die seinen immer noch. Und sie werden wiederkehren...
Welcome to Hell!
