Die Welt, in der wir leben

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Die heutige Welt ist das, was nach den zahlreichen Katastrophen von Europa, Asien und Afrika übrig ist. Sowohl das Klima als auch das Aussehen der Kontinente hat sich massiv verändert. Neue Küstenlinien, Flussverläufe, Landschaften und die Hand des Menschen haben das Gesicht der Erde großflächig neu modelliert. Nach dem Letzten Tag und dem Beginn der Archaischen Periode legte sich ein neuer Schleier des Eises über das Antlitz der Welt. Dementsprechend ist Nordeuropa unter einer Eisschicht verschwunden und die Klimazonen haben sich nach Süden verschoben. Mitteleuropa neigt zu kühlem Eiszeitklima, Südeuropa ist inzwischen zu einer gemäßigten Klimazone geworden.

Durch die Kriege der Menschen begann die neue Eiszeitund die Zerstörung des Mondes im Jahr 151 IZ verstärkte dies noch. Das Magnetfeld geriet durcheinander, die Achsneigung verschob sich und der Planet wurde durch Erdbeben, Tsunamiewellen und den Trümmerregen aus dem All verwüstet. Wer ausserhalb des imperialen Gebietes den Letzten Tag und die Archaische Periode überlebt hatte, kam spätestens jetzt ums Leben. Skandinavien, die Nord- und Ostsee, das Baltikum und Nordrussland sind unter einer meterdicken Eisschicht verschwunden. Ausläufer und Gletscher erstrecken sich bis in die Niederlande, Süddeutschland und Polen hinein. Die Ruinen von London, Berlin, Warschau und Moskau sind allesamt mehr oder weniger vereist und verschwunden - geschleift und bis zur kompletten Zerstörung von den Naturgewalten zerrieben. Es gibt keine klare Eisgrenze, fast jährlich wandern die Gletscher vor und zurück. Kalte, frostige Nordwinde peitschen im Winter über das karge Land nach Süden bis zu den Alpen. Ein raues Tundraklima herrscht in Mitteleuropa vor. Kalte lange Winter mit heftigen Schneestürmen, kurze regnerische Sommer mit einer blühende Grassteppe bestimmen die Jahreszeiten. Die längste Zeit im Jahr eine lebensfeindliche Umgebung, aber es gibt trotzdem noch genügend sichere und vor allem warme Flecken, um zu überleben. Die Alpen und Mittelgebirge sind fast ständig von Schnee bedeckt, einige Gletscher haben sich sogar bis ins Alpenvorland vorgegrabenen und mit den aus Norden kommeneden Eismassen verbunden. Zwischen den Gebirgen erstrecken sich Grasebenen oder karge Nadelwälder.

Überall auf dem ganzen Kontinent, sowohl in den lebensfeindlichen Tundragebieten genauso wie im Süden, verteilen sich immer noch viele verschiedene lebensfeindliche und verseuchte Regionen. Teilweise reihen sich die Landschaften wie ein Flickenteppich von verwüsteten und fruchtbaren Gebieten aneinander.
Zum Beispiel sind die meisten der alten Metropolen im letzen Krieg durch den Einsatz der Ionenkanone zerstört worden, aber auch mit sauberen Nuklearwaffen wurde gearbeitet. Besonders „sehenswert“ ist eine alte Stadt namens München. Dort befindet sich jetzt ein etwa 80km durchmessender Krater mit einem malerischen zugefrorenen See in der Mitte.
Die Kleinstädte und Dörfer, die den Letzten Tag ohne größere Schäden überstanden hatten - und davon gab es nicht viele - wurden verlassen und fielen vor dem Zahn der Zeit. Mehrere Kraftwerke, die noch mit altmodischer Kernspaltung arbeiteten, sind nach dem Letzen Tag Katastrophen zum Opfer gefallen. Sie haben alles im Umkreis von über 30km ausgelöscht und in eine glasierte Steinwüste verwandelt. Chemiemülldeponien und Fabriken, Treffer der Ionenkanone, alte Schlachtfelder aus der Dunklen Zeit oder aus der frühen Zeit des Imperiums, vergiftete Landstriche, Sondermüll oder ungünstige Umweltbedingungen sorgen immer noch für genug Abwechslung in der Topographie unserer Welt. Seit dem Letzten Tag sind ehemals ruhende Vulkane wieder aktiv geworden. In der Eifel und den Vogesen sind einige Schlote erwacht und spucken wieder Feuer und Lava.
Das Imperium versucht diese Schandflecken auszumerzen, aber sie sind zahlreich und hartnäckig.

Auch im Süden Europas hat die Eiszeit ihr Spuren hinterlassen. Das Mittelmeer ist verschwunden und hat Platz gemacht für eine Binnenmeerkette. Verstärkt wurde dieser Effekt noch durch den Atlantikwall des Hauses Dragov, der jeden Zufluss an Wasser Richtung Osten unterbindet. Diese neue Kette aus kleinen Binnenmeeren stellt die natürliche Südgrenze des Imperiums da, und die einzelnen Gewässer wurden nach den alten Teilen des Mittelmeers benannt : Balearensee, Thyrrenisches Meer, Ionische See und Levantenmeer. Der Imperator hat die einzelnen Seen unter den Imperialen Häusern verteilt, jedes von ihnen nutzt sie jetzt für ihre eigenen Projekte und die Hauslehen liegen um sie herum oder an ihren Grenzen. Die früheren Inseln Korsika, Sardinen und Sizilien mit Malta als südlichster Ausläufer bilden inzwischen eine neue, nicht zusammenhängende, Nord-Süd-Bergkette zwischen Thyrrenischem Meer und der Ionischen See.
Das Austrocknen des Mittelmeers hatte noch weitere Auswirkungen: die Adria hat sich in das sehr fruchtbare Adriatiefland verwandelt, durchflossen vom Danreg Strom. An diesem breiten Fluss liegt im Norden des Tieflandes die Imperiale Hauptstadt Mural Dyrinn, das Herz des Imperiums.Die Ägäis ist heute eine Mischung aus vielen kleinen Seen, die untereinander mit komplizierten Kanälen und Flüssen verflochten sind und einzelnen hochaufragenden Bergen, die früher Inseln waren. Dies ist das Stammland des Hauses Siveria, auf dem Berg Thera befindet sich der Stammsitz Atlantica.
Insgesamt ist dieses große Gebiet viel lebensfreundlicher als nördlich der Alpen. Gemäßigtes Klima, warme Sommer, laue Winter, weite Wälder, teilweise noch fruchtbare Böden und saubere Flüsse. Im gesamten Gebiet unternimmt das Imperium umfangreiche Anstrengungen zur Revitalisierung und Reinigung der geschundenen Erde, in letzter Zeit aber immer wieder unterbrochen durch Angriffe der Skasim und der Schattenhand.
Weiter nach Nordosten, anstelle des Schwarzen Meeres, erstreckt sich die Schwarze Ebene. Eine weite offene Sumpflandschaft, schwer zugänglich und heimtückisch. Hier spaltet sich die Donau und die Wolga in viele Flüsschen und Rinnsaale auf, versickern im Boden oder versumpfen.
Noch weiter im Nordosten bildet der Ural die natürliche Ostgrenze des Imperiums. Die weiten russischen Ebenen sind besonders im Norden frostig, kalt und überlebensfeindlich.

Die Exilanten des Imperiums, auch bekant als die Claner, besiedeln mittlerweile südlich des Imperiums die weiten des ehemaligen afrikanischen Kontinents. Doch durch die zahlreichen Konflikte und die Rücksichtslosigkeit der Menschen wird eher mehr zerstört als wieder aufgebaut werden kann. Der Raubbau und der schonungslose Umgang mit der Erde wird früher oder später ihren Preis fordern.
Abgesehen von der kleinen Siedlung in Australien, wo immer wieder die sogenannten Battlezones abgehalten werden, und dem Gebiet um das Imperium, ist die Erde menschenleer.
Die Erde ist ein geschundener Planet, eisig, verwüstet, vergiftet und mit nur wenigen noch ursprünglichen Gebieten. Die Lebensräume sind knapp geworden. Und trotz allem ist dieser Planet die Heimat der aufstrebenden Menschheit.

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