Der Spion kehrt heim (18/12/03)

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Der dunkle Raum lag im Schatten der schwarzen Sonne, die gerade am Himmel in einer blutroten Brandung aus vergehendem Licht versank. Der Imperator stand am Fenster, die Arme hinter dem Rücken verschränkt. Selaris justierte kurz den Lichtverstärker seiner Brille und lies den Raum durch ein Sensorprogramm nach unerwünschten Zuhörern abscannen. Keine Ergebnisse. Ausser den Wachen, die wie Statuen an den Ausgängen Stellung bezogen hatten, war nur noch der Imperator anwesend. Die Wachen waren kein Problem, denn die Ehrengarde des Imperators war absolut Loyal. Schon von Kindesbeinen an wurden die Soldaten auf ihre spätere Aufgabe vorbereitet. Sie dienten mit ihrem Leben, ein Leben lang.

Selaris räusperte sich, um auf sich aufmerksam zu machen.

„Schleicht Euch nicht immer von hinten an, Selaris“, sagte der Gebieter über die Erde, und drehte seinen Kopf ein wenig zur Seite.

„Ich kann gerne von Rechts oder Links kommen, wenn Euch das eher genehm ist, mein Imperator“, antwortete der Mann in undefinierbarem Alter.

Der Unsterbliche ignorierte die Frechheit, die sich Selaris nur erlaubte, wenn die beiden alleine waren und kam wie immer direkt zur Sache. „Was bringt ihr für Neuigkeiten?“

„Es ist geschehen, wie ihr es angeordnet habt. Wir haben Kontakt aufgenommen. Sie ist zu uns unterwegs. Die dritte Legion wird sie im Norden der Clangebiete empfangen und sicher hier her geleiten.“ antwortete der Geheimdienstler.

„Gut, sind die Illuminaten informiert?“ fragte der Imperator.

„Nein, noch nicht. Der Rat ist noch nicht wieder zusammengetreten. Doch Sie werden sicher die Nachrichten verfolgen, wie alle.“

„Wie konnte unsere perfekt getarnte Spionin nur auffliegen? Das wird die Arbeit der Garde nicht vereinfachen, fürchte ich.“ Der Imperator richtete seinen Blick auf die Massen von Droiden, die sich gerade durch das Südtor auf den Weg machten, die ehemalige Domina der Schatten in Empfang zu nehmen.

„Ich würde das ganze nicht so negativ sehen. Endlich wird den Dienern des Belial klar, dass selbst ihre Leitfiguren dem Schatten den Rücken zuwenden!“ Selaris hatte ein seltsames Lächeln aufgelegt. „Und ausserdem haben wir noch einige Überraschungen im Ärmel, wie ihr wisst...“

Das sonst so steinerne Gesicht des Imperators verzerrte sich zu einem Lächeln. „Wohl wahr, Selaris, wohl wahr. Wie laufen die Vorbereitungen?“

„Sehr gut, allerdings sollten wir nichts überstürzen, denn die Netzwerke hinter den Kullissen sind noch sehr empfindsam und zerbrechlich.“ ,entgegnete Selaris.

„Gut, dann bereitet der Lady einen standesgemäßen Empfang! Die neue Illuminatin wird sicher ein wenig Ruhe brauchen. Richtet ihr entsprechende Räumlichkeiten her. Und informiert Ungrimm..Ach ja, noch eins, stellt mir bitte eine Verbindung zu Silverion her. “ Der Imperator begann, auf und ab zu laufen „Seit dem er weg ist, geht hier alles drunter und drüber...“

„Ich gebe mein bestes...Doch...wenn er nicht erreicht werden will, dann werden wir ihn auch nicht finden...“ Selaris betrachtete den Imperator nachdenklich. Seit dem der erste Berater vor einigen Wochen mit unbekanntem Ziel die Hauptstadt verlassen hatte war der Herrschers über Armeen tausender Droiden seltsam besorgt und unsicher geworden. Es schien fast so, als ob den obersten Unsterblichen die Abwesenheit des alten Mannes mehr beunruhigte, als die ganze Armada der Ausserirdischen, die über der Erde kreiste...

- by Silverion, 2003

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