Das Herz eines TSP'lers

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Das Herz eines TSP'lers (Panther)

"DU BIST!"
Kira und Mike spielten fangen in Ruinen und vergifteten Trümmern,
die mal als Zeichen für eine fortgeschrittene Zivilisation standen.

Es war keine Gegend für junge kleine Kinder,... und doch, neben Wrackteilen von Droiden und sogar einzelnen verwesten Leichen blendeten Kira und Mike die ganze Umgebung aus. Auf weiten Wiesen und Seen lieferten sich beide eine Verfolgungsjagd. Lachten und schrieen Laute der Freude aus.

Mike war an der Reihe Kira zu jagen. Obwohl Kira genau wusste, dass Mikes Augen sie auch durch Wände erspähen konnten, seine Ohren sie auch über weiteste Entfernungen wahrnahm, versteckte sie sich kichernd hinter einem Berg.

Das Tempo von Mikes Schritten wurde unglaublich schnell, er raste auf genau diesen Berg zu, übersprang einen kleinen Bach, und bremste auf dem Rasen ab, wobei seine eisernen Schuhe einen tiefen Abdruck hinterließen.

Rasch drehte er sich zu Kira um und streckte seinen Arm aus:
"Du bist!", brachte er noch hervor. Da vernahm auch er es endlich. Kira stand mit weit geöffnetem Mund und aufgerissenen Augen da.

Der Bach in der illusionierten Welt war in Wirklichkeit heißes Metall, dass wie ein zähflüssiger Strom sich seinen Weg suchte. Der Berg war auch kein Berg, es waren die Reste eines Negators. Und zwischen diesen ganzen Trümmern, genau dort, wo Kira und Mike sich in aller Stille befanden, lag ein schwarzer und sehr schwer Verletzter Körper.

"Lebt er noch Kira?"
"Ich weiß es nicht, aber wir müssen ihn schnellstens zu unserer Basis bringen. Sein Leben ist von äußerster Wichtigkeit!"


Noch während sie den nahezu blutleeren Körper aus den Trümmern befreiten und noch bevor sie darüber nachdenken konnten, was so eine wichtige Person an einem leeren Orte wie diesen machte, geschweige denn zu überlegen wer es überhaupt gewagt hatte, einen Anschlag auf ihn zu verüben bemerkten sie eine Riesen Staubwolke am Horizont und das stampfen von gewaltigen Droidenfüßen. Genau auf Ihre Position zu.

"Du bringst ihn zur Basis, ich halte sie auf."

Mike hielt den Rumpf behutsam wie möglich in seinen Armen und lief so schnell wie möglich in Richtung seiner Base. Ohne darüber nachzudenken, was mit Kira geschehen würde, obwohl er es eigentlich genau wusste. Dafür wurden sie beide doch ausgebildet. Immer wieder und wieder trainierten sie den Ernstfall. Und nun gab es nur eine Mission, den Schwerverletzten in die verbündete Base zu bringen, in der Hoffnung sein Leben zu retten.

Seine Beine rannten autonom, so dass er seinen Kopf um 180° drehte, um die Entfernung der rasch näher kommenden Droiden abschätzen zu können.

Er sah deutlich:
5 Solaron, in etwas weiterer Ferne einen Sordron und ganz klein, in der Gestalt eines jungen Mädchens, Kira.
Sie lief auf die Solarons zu, während sie schon fast mechanisch ihre eingeübten Handlungsmuster abspulte.
Im Rennen verabreichte sie sich das Standart-Präparat für Missionen wie diese:
AMPHITAMIN

Es wirkte sofort. Augenblicklich fing sie an zu lachen. Und wenn es so etwas wie Glück und Lebenserfüllung für Geschöpfe wie Kira und Mike gab, dann verspürte sie es wahrscheinlich in jenem Augenblick, als sie den ersten Solaron entgegensprang und sich selbst in die Luft sprengte. Die Explosion war gewaltig. Das verschwinden des ersten Solarons glich einer Ionisation. 2 weitere zerbarsten in Trümmern, ein vierter wurde so schwer beschädigt, dass er auf der Stelle funktionsunfähig war. Doch der Fünfte Solaron lief weiter.

Mike sah ihn auf sich zu kommen. Er schätzte die Entfernung zu seiner Base und wusste:
Der Solaron würde ihn vorher abfangen, ihn töten und die letzte Hoffnung für das Leben eines Clans zerstören. Dieser Mensch in seinen Armen musste überleben, er musste reanimiert werden.

Mit scharfen Auge zählte er die Schrittlänge des Sols. Jeder andere Klon hätte längst aufgegeben, doch nun zeigte sich,
was in einem neuen Klon Level 6 alles steckte:
Mike trennte seinen Kopf von seinem Körper!
Sein Rumpf lief allein auf seinen stählernen Beinen in die Richtung der Heimatbasis.

Die Schrittlänge des Sols, die Berechnungen von Mike, sein liegender Kopf im Sand,.... es musste alles Stimmen,...

  • wooooooooaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaammmmmmmmmmmmmmmmm*


Mike war kein schöner Tod vergönnt. Kein Amphitamin, dass von seinem abgetrennten Rumpf in sein Hirn hätte
schiessen können. Nichts in der Art.
Nur die Gewissheit, dass der Fuß des Solarons auf seinen Kopf trat und mit ihm in die Luft flog.


"Commander,..... ein ähh,....... Rumpf nähert sich unserer Base,...... und wenn ich das richtig auf dem Schirm habe, wird dieser auch noch von einem Sordron verfolgt!"
"Können sie noch was erkennen Leutnant?"
"Nö,....... äh,...... halt,..... ja, doch,...... er trägt,..... Ist dass denn möglich?....... Ich habe ihn und seinen Clan längst für Tod gehalten,...... "
"Ich sehe schon Leutnant, empfangen sie den Klon, und bringen sie seinen Passagier in die Krankenstation. Vielleicht können wir noch etwas für ihn tun."

Der Klon Mike, oder besser gesagt seine Überreste, erreichten die Base noch vor dem Sordron. Die Verteidigungsanlage der Base war noch intakt. Der Leutnant betrachtete amüsiert auf seinen Monitoren wie der Sordron von den Plasmawerfern auseinander genommen wurde.

Der Basen-Commandant hingegen befand sich im Lazarett.
"Können Sie noch was für ihn tun Doc?"
"Ich weiß nicht,..... er ist zäh, so wie alle aus seinem Clan,... doch ich musste sein Herz herausnehmen. Seinen Körper habe ich an Lebenserhaltende Geräte angeschlossen, doch sein Herz,..... sein Herz muss wieder selbständig schlagen können,..... so wie es sein Clan immer getan hat,... dann werden "SIE" wiederkommen."
In einer sterilen isolierten Box, befand sich "DAS HERZ". In eingeschlossener tiefer Dunkelheit umhüllt,... aber nicht allein,... umgeben von dem Arzt und dem Basen Kommandant,... und mit der Zuversicht mittlerweile
vieler angeschriebenen Basenführer,.... warteten alle nur noch auf eins,... dass es wieder anfängt zu schlagen!

Auf der Haut des Herzens konnte man klar und deutlich 3 Buchstaben erkennen:
"[TSP]"

Teil 2 - nerdie

Der pöse Commander gähnte gelangweilt vor sich hin. Neben Ihm lag ein schon lange erkaltetes Herz. Weil er gerade nichts anderes zu tun hatte, gähnte er einfach weiter und dachte sich.

******* auf [TSP].

Lange war es her das, dass Herz stolz in seiner Brust geschlagen hat. Nach den Tage von Opus Dei hatte er es sich lieber herrausgeschnitten, als mit der Scham weiter zu leben.

Für den pösen stand fest, das Herz eines TSP'lers ist in sich so vergiftet mit dem Intrigantentum, das man es in Boxen mit sich rumschleppen muss. In einer Brust kann man es nicht tragen.

Teil 3 - crashtestdummie

Ich konnte meinem Meister nicht genug danken, obwohl ich den Ernst der Lage kannte. Er hatte mich unter die Lebenden zurückgeholt. Ich hatte zwar einen anderen Körper, aber das machte mir nicht sonderlich viel. Meine Gedanken, Erinnerungen und vor allem meine Fähigkeiten - das war es, was mein Meister wieder brauchte. Und ich brauchte es auch.

Nichts desto weniger wurde ich auf eine Außemission geschickt. Wiedereinmal musste ich - kurz nach dem Treffen mit der Kaiserin - Ausschau nach der Schattenhand-Leaderin halten. Ich kämpfte mich, südlich der ehemaligen Basis von P!Zz4, der sein Heim liebevoll "Pizzabude" genannt hatte, einen Bergkamm hinauf. Kleine Kiesel rollten unter den Füßen meines Negators weg, so dass er immer wieder ins Rutschen kam. Ich hatte den Kamm des Berges schon fast erreicht, als mir plötzlich ein Perior den Weg versperrte. Er war unsauber geparkt und blockierte den engen Pfad, auf welchem ich schon wieder sanft nach unten rutschte. Um nicht stecken zu bleiben, schoss ich einen Widerhaken samt Tragseil rechts und links in die Steinwände und fixierte den Negator. Ich stieg langsam aus dem Droiden aus und blickte mich um. Nirgends war auch nur die Spur dieses unverfrohrenen Piloten.
Ich konzentrierte mich. Da war er. Nicht allzuweit weg, konnte ich ihn spüren. Er verrichtete soeben seine Notdurft. Als wenn dieser Perior nicht alles Mögliche eingebaut hatte. Doch...welcher Clan konnte sich nicht mal ein WC an Bord seiner Droiden leisten? Ich wurde neugierig und suchte nach einem Wappen. Keines zu sehen. Doch plötzlich wurde ich an der Kehrseite des Droiden fündig. Klein und farblich unpassend, prangte dort ein kleines Emblem. Eine Piratenfahne. [TSP].
Irgendwie hätte ich es mir schon vorher denken können.
"He, was machst du da?" brüllte mich plötzlich eine Stimme an.
"Sir, sie versperren mir den Weg." antwortete ich höflich.
"Mir doch piepegal, du Drecks..."
Weiter kam er nicht. Ich bohrte das Heft meines Schwertes direkt in Das Herz eines [TSP]'lers.
Nachdem er zu meinen Füßen zusammengebrochen war, steuerte ich seinen Droiden beiseite und setzte meine Suche fort.
Schade, ein Leben einfach so zu vergeuden, nur weil man nicht einparken kann...

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