Anfänge - Teil 2(The Phoenix)

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Ich erschrak. Eine Geräuschlawine intensivsten Ausmaßes stürmte auf mich ein. Donnernde Explosionen, die mein Herz beinahe aus dem Tritt brachten und überall Einschläge von länglichen Objekten, deren Druckwellen mich immer wieder von den Beinen rissen. So blieb ich einfach dort sitzen, wo ich nach einer besonders nahen Detonation hingefallen war und gaffte. Mich kümmerte es auch nicht großartig, ob ich vielleicht gleich zerfetzt würde, denn der Schock saß einfach zu tief. Schillernde silberne Wolken leuchteten für eine Weile über den Horizont und durch die rauchgeschwängerte Luft zuckten immer wieder rote Strahlen, die ich als Laser identifizieren konnte. Was war nur aus meinem Planeten geworden? Ich war doch nur für ein paar Minuten in der Kapsel geblieben und nun die aufgewühlte Erde, der Kriegslärm (denn das war es wohl), überall Einschlagskrater und kein Stück von gesundem Gras oder gar Bäumen zu erkennen. Alles verrußt oder verbrannt.

Es war einfach unfassbar: innerhalb weniger Minuten war mein friedlicher Planet zu einem dreckigen Kriegsschauplatz verkommen. Da hatte ich nun mein Abenteuer! Ich versuchte noch einmal alles zu rekapitulieren, was ich an Erinnerungen an die Funktionsweise der Maschine behalten hatte, aber da ich mir nicht alles vollständig durchgelesen hatte, brachte mir dies auch nicht den entscheidenden Hinweis. So versuchte ich das Pferd von hinten aufzuzäumen: Wo war ich? Das konnte ich momentan noch nicht beantworten, eventuell noch auf meiner....

Ich erwachte aus einem traumlosen Schlaf. Jemand fummelte an mir herum, zwar zärtlich, sehr darauf bedacht, mich nicht zu verletzen, trotzdem merkte ich die versteckte kraft dieser hände (oder was auch immer das war) und ich versuchte, ein Wort aus meinem Mund zu bekommen. Er war völlig ausgedörrt, und so kratzte ich meinen letzten Speichel zusammen und bat diesen jemand in meiner Not um Wasser. Sofort wurden mir die Lippen benetzt und auch ein Glas vorsichtig an den Mund gelegt, woraus ich auch gierig trank. Soweit wieder hergestellt, wenigstens etwas sagen zu können, entschloss ich mich, meine vermaledeiten Augen jetzt endlich aufzumachen. Gedacht, getan.

Vor mir stand ein Roboter! Ganz bauähnlich wie unsere, nur dieser hier war quietschrosa. Welchem Hornochsen von Designer war das denn eingefallen? Da ich wusste, dass unsere Roboter keine wie auch immer geartete Intelligenz besaßen und auch nur eine begrenzte Möglichkeit zur Verständigung, beschränkte ich mich auf einfache Fragen und hoffte auf wenigstens einigermaßen sinnvolle Antworten.

„Wo bin ich?“ „Ich muss ihnen leider sagen, dass sie noch nicht so wiederhergestellt sind, um mir Fragen stellen zu können. Daher muss ich sie bitten, die nächsten paar Stunden nicht mehr viel zu reden. Ich werde ihnen alles berichten, was in der Zwischenzeit passiert ist und auch, was sie fragen wollten, beantworte ich ihnen. Also können sie einfach zuhören und sich ausruhen.“ (Was war das? Dieser Droide hatte eine vollständig entwickelte Sprache und konnte komplexe Sätze aussprechen? Das kannte ich selbst von einem unserer hochentwickelsten Droiden nicht. Außerdem war es eine Frechheit, dass ein dahergelaufener Robo MIR Anweisungen gab.

Bevor ich aufbegehren konnte, sagte der Roboter: „Da ich den Protest in ihren Augen sehen kann, werde ich sie noch eine Stunde in einen Heilschlaf versetzen, damit sie sich nicht unnötig aufregen.“ Schon versuchte mir dieser schreckliche rosa Droide eine Spritze zu verpassen. Ich wehrte mich dagegen, was mir aber nicht gelang. Das rosafarbene Etwas sagte nur ruhig: „Wenn sie sich noch mehr sträuben, kann es passieren, dass ich ihnen versehentlich einen Arm breche." Da ergab ich mich in mein ungewisses Schicksal und ließ ihn (oder sie?) gewähren...

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